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Wo stehen eigentlich die Wiegen der Start-ups?

veröffentlicht am 06.12.2019 von Frank Schwarz, Head of Investment



„Start-ups bringen Innovationen voran, sind Motor des strukturellen Wandels und schaffen Arbeitsplätze der Zukunft“, so Wirtschaftsminister Altmeier. Aber woher kommen eigentlich die Start-ups?
 
Hochschulen spielen eine entscheidende Rolle als Ideenschmieden für innovative Gründungsvorhaben. Laut jüngstem Gründungsradar hatten im Jahr 2017 insgesamt 191 Hochschulen 1.776 Gründungen gemeldet, 2012 waren es noch 1.145. An 740 Gründungen waren 2017 Studenten und Absolventen aus dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen „MINT“-Bereich beteiligt. Und die Gründer bewegen sich in Zukunftsfeldern: widmen sich IT-gestützten Dienstleistungen (434), der Medizintechnik (105), und arbeiten mit Umwelt-, Klima- und Energietechnologie (57). Es tut sich also etwas.
 
Das Thema „Gründen“ entfaltet dabei in zwei Richtungen Strahlkraft, denn die Gründungsaktivitäten, bzw. der Praxisbezug der Hochschulen wurde längst als Renommee-Faktor erkannt: Bei vier von fünf Hochschulen ist das Thema laut Stifterverband heute bei einem Mitglied der Hochschulleitung angedockt – und damit Chefsache.
 
Engpassfaktor Finanzierung
Der Blick der deutschen Universitäten in Sachen Gründungsunterstützung richtet sich naturgemäß gen USA. Hierbei klafft noch eine gehörige Lücke, das lässt sich bereits an den Etats für die finanzielle Unterstützung junger Unternehmergenerationen erkennen. Insgesamt hatten die Hochschulen 109 Mio. € dafür zur Verfügung, drei Viertel davon waren Drittmittel. Das Geld stammt also nicht aus dem festen Budget der Hochschulen, sondern aus Zusatztöpfen von Bund, Ländern, der EU oder von privaten Förderern. So unterstützt BMWi mit dem Förderwettbewerb „EXIST-Potentiale“ Hochschulen, die überzeugende Projektvorschläge zum nachhaltigen Ausbau ihrer Gründungsaktivitäten vorgelegt haben. In der Jury ist auch aescuvest in persona unseres Business Development Managers Jörg Diehl vertreten. Die 142 prämierten Hochschulen werden für die nächsten vier Jahre mit etwa 150 Millionen Euro gefördert. Zum Vergleich: Allein die Harvard Universität stellte im Jahr 2015 stolze 170 Mio. US-Dollar für Start-up-Förderung zur Verfügung. Es gibt also noch einiges zu tun, um die Wiegen unserer wirtschaftlichen Zukunft besser auszustatten.
 
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Glossar

Bonuszins

Die Darlehensverträge bei aescuvest sehen in der Regel verschiedene Renditekomponenten vor. Der Bonuszins bezeichnet eine laufend oder endfällig zahlbare variable Zinskomponente. Dafür wird im Darlehensvertrag ein prozentualer Anteil von Umsatz, Gewinn, EBIT oder EBITDA des Darlehensnehmers festgelegt, der an die Darlehensgeber ausgeschüttet wird. Dieser Anteil wird wiederum anteilig unter den Darlehensgebern verteilt. Die Höhe des Anteils eines einzelnen Investors an einer möglichen Bonuszahlung ist abhängig vom erzielten Finanzierungsvolumen und steht daher erst zum Abschluss einer Crowdinvesting-Kampagne fest.


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