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Wer ist eigentlich für unsere Gesundheit verantwortlich?

veröffentlicht am 02.08.2018 von Frank Schwarz, Hexagonaut für Presse & Investor Relations



Diese Frage hat wohl philosophische Züge: Liegt die Verantwortung für unsere individuelle Gesundheit beim Staat, der Gesundheitswirtschaft, unserem Arzt oder doch in erster Linie bei uns selbst? Die Antwort darauf wird sicher auch durch den kulturellen Hintergrund des Befragten geprägt sein.

 
Weite Teile Westeuropas sind gekennzeichnet durch das Prinzip des Sozialstaats. Bei uns hat der Staat gegenüber seinen Bürgern in vielen Bereichen eine Fürsorgepflicht. Das betrifft Themen wie Sicherheit, Vorsorge oder Gesundheit. Hier nimmt uns „Vater Staat“ vieles ab, wofür in anderen Staaten die Bürger in erster Linie selbst verantwortlich sind. Das trifft nicht nur auf weniger entwickelte Länder zu. Selbst bei unseren Nachbarn in der Schweiz sieht es hinsichtlich der Eigenverantwortung schon ganz anders. Noch deutlicher ist der Unterschied in den USA. Sicherlich erinnern Sie sich noch an die erbitterten Diskussion um „Obamacare“ – die Einführung der Krankenversicherungspflicht, die für unsereins kaum nachvollziehbar schien.
 
Ob staatliche Fürsorge wirkungsvoller ist als private, darüber lässt sich sicher trefflich streiten. Allerdings hat das Selbstmanagement beim Thema Gesundheit offensichtlich einen Effekt, der die Interessenten und Investoren unseres aktuellen Projekts Kata sicher aufhorchen lassen wird: Im Gesundheitssystem der USA stößt laut einer aktuelle Studie von Accenture Research auf sehr hohe und weiter  steigende Resonanz: 75 % der Befragten gaben an, dass neue Technologien ihrem persönlichen Gesundheitsmanagement eine bedeutende Rolle spielen. Und die Nutzung geht weit über den Gebrauch von Webseiten („Dr. Google“) hinaus. Mehr noch – die Verfasser der Studie kommen sogar zu dem Schluss, dass das Angebot technischer Lösungen sogar hinter den Interessen und Erwartungen der Verbraucher zurückbleibt (Sie haben richtig gelesen, die Nutzer werden in den USA als Konsument bzw. Verbraucher bezeichnet, nicht wie bei uns als „Leistungsempfänger“). Neben der ärztlichen Beratung wird übrigens die Selbstkontrolle als wichtigste Anwendung genannt.
 
Das neue Team im Gesundheitswesen der USA besteht laut Accenture Research aus Patienten + Ärzten + Maschinen. Hier sehen die Experten eine große Chance für Anbieter, die sich durch das Angebot neuer und technisch innovativer Services hervorheben.
 
Die ausführlichen Ergebnisse der Accenture Research Studie finden Sie übrigens hier.
 

 
  Bild: © bialasiewicz - envato.com
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Glossar

Bonuszins (endfällig)

Sieht der Darlehensvertrag einen endfälligen Bonuszins (endfällig zahlbare variable Zinskomponente) vor, so gilt: Endet der Darlehensvertrag durch Ablauf der regulären Vertragslaufzeit, so erhält der Darlehensgeber am Rückzahlungstag einmalig einen Bonuszins in Höhe des im Darlehensvertrag genannten prozentualen Anteils („endfälliger Bonusanteil“) an der im Darlehensvertrag genannten Kennziffer (Umsatz, Gewinn, EBIT oder EBITDA). Zugrunde gelegt wird dabei der gewichtete Durchschnitt der Entwicklung der Kennziffer in den drei vorangegangenen abgeschlossenen Geschäftsjahren (das zuletzt abgeschlossene Geschäftsjahr gewichtet mit 50 %, das Jahr zuvor mit 30 % und das Jahr vor diesem mit 20 %). Endet der Vertrag vor Ablauf der regulären Vertragslaufzeit aufgrund vorzeitiger Kündigung bei Folge-Finanzierungsrunde oder Exit, so wird der Darlehensgeber finanziell so gestellt, als hätte er einen Eigenkapital-Anteil am Darlehensnehmer in Höhe des im Darlehensvertrag genannten prozentualen Anteils („virtuelle Erlösbeteiligung“) veräußert, wobei die Unternehmensbewertung zugrunde gelegt wird, die der Folgefinanzierung bzw. dem Exit zugrunde liegt. Der Darlehensgeber erhält also einen Betrag in Höhe des Produkts seiner – ggf. zwischenzeitlich verwässerten, hierzu sogleich – virtuellen Erlösbeteiligung und der bei Kündigung zugrunde gelegten Unternehmensbewertung (Partizipation an Unternehmenswertsteigerung). Der entsprechende Betrag ist innerhalb von vier Wochen nach dem Tag der Wirksamkeit der Kündigung an den Darlehensgeber auszuzahlen. Der endfällige Bonuszins unterliegt in beiden vorstehend genannten Fällen der Verwässerung: Bei Folge-Finanzierungen in Form von Kapitalerhöhungen während der Laufzeit des Darlehens, bei denen das Kündigungsrecht des Darlehensnehmers nicht ausgeübt wird, verringert sich der endfällige Bonusanteil des Darlehensgebers jeweils mit Wirkung für die Zukunft im Verhältnis des alten zum gesamten neuen Stammkapital des Darlehensnehmers nach Durchführung der Kapitalerhöhung. Dies gilt bei Kapitalherabsetzungen entsprechend. Bei Folge-Finanzierungen in Form von Schwarmfinanzierungen (Crowdfundings), bei denen schuldrechtliche Gewinnbezugsansprüche gewährt werden, verringert sich der endfällige Bonusanteil des Darlehensgebers jeweils in dem Verhältnis des Wertes des wirtschaftlichen Altkapitals (ausgedrückt durch die Pre-Money-Bewertung, die der neuen Schwarmfinanzierung zugrunde liegt) zum Wert des Neukapitals (ausgedrückt durch die dem neuen Funding zugrunde liegende Post-Money-Bewertung; diese errechnet als Pre- Money-Bewertung zuzüglich der Finanzierungssumme im Rahmen des neuen Fundings). Die Verwässerung tritt nicht ein bei Folge-Finanzierungen, deren Umfang geringer ist als das Finanzierungs-Limit laut Darlehensvertrag; bei Down Rounds (wie oben definiert); bei Nachschüssen (wie oben definiert). Der Darlehensgeber stimmt der möglichen Verwässerung seines Zinsanspruchs bereits jetzt zu. Er hat bei Folge-Finanzierungsrunden weder ein Bezugsrecht noch ein Mitbestimmungsrecht, sondern wird die Verwässerung hinnehmen, um optimales Wachstum des Unternehmens des Darlehensnehmers zu ermöglichen. Kündigt das Unternehmen den Darlehensvertrag berechtigt außerordentlich, so fällt kein Bonuszins bei Vertragsende an.


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