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Welche Branchen in Europa eine Zukunft haben

veröffentlicht am 10.03.2019 von Frank Schwarz, Hexagonaut für Media & Investor Relations


Quelle: halfpoint - envato.com

„Wird Baden-Württemberg oder gar ganz Süddeutschland das neue Ruhrgebiet? Mit Ruinen von stillgelegten Autofabriken und Zulieferbetrieben?“ Diese Fragen von SZ-Redakteur Stefan Mayr sind keineswegs reine Provokation. Der Journalist hat eine baden-württembergische Wirtschaftsdelegation, angeführt von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, auf ihrem China-Besuch begleitet. Was er mitgebracht hat, ist ein aufschlussreiches Bild.
 
Mayr skizziert er nicht nur die Aufbruchstimmung der Chinesen, sondern auch die mulmigen Gefühle der Besucher und Beobachter aus dem Abendland, vor allem von denen mit Bezug zur Automobilindustrie. Sein Reisebericht mit dem Titel „Nachhilfe für Champions“ ist eine Pflichtlektüre für alle, die sich über die Zukunft der deutschen und europäischen Wirtschaft Gedanken machen – das gilt für Unternehmer, Investoren und insbesondere auch für Politiker. Dabei wird eine interessante Parallel gezogen: Die Branchen Unterhaltungselektronik und Textilindustrie machten in den 1980er-Jahren eine Entwicklung durch, die für die Automobilindustrie langsam als Schreckensszenario am Horizont sichtbar wird. Der drohende Verlust von 70.000 Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie geisterte jüngst als Verteidigungsargument gegen den Abschied vom Verbrennungsmotor durch Medien und öffentliche Diskussion. Aber was ist die Alternative? Nahezu der Verlust eines gesamten Industriezweigs, so wie es bereits vor Jahren in Detroit oder in den britischen Midlands erlebt wurde?
 
Den Blick in die Zukunft wagen

Die Automobilindustrie könnte auch in Europa bald zu den sterbenden Branchen gehören. Nicht nur, weil die wichtigsten Absatzmärkte schon heute in anderen Regionen der Welt liegen. Ein Subventionsprogramm wie die 5 Mrd. € schwere „Abwrackprämie“ im Jahr 2009 sollte als lebenserhaltende Maßnahme sollte es daher künftig nicht mehr geben. Die deutschen Konzerne, die sich heute noch als Champions verkaufen, gehören in vielen Bereichen nicht mehr zu den Gejagten, sondern sehen sich längst in die Rolle der Verfolger gedrängt.
 
Zumindest in Brüssel wurde schon erkannt, dass Wirtschaftsförderung vor allem in Richtung von Innovationen und Zukunftstechnologien gelenkt werden sollte. Gutes Beispiel dafür ist das Programm „Horizon 2020“, das weltweit größte transnationalen Förderprogramm für Forschungsprojekte, das mit einem Gesamtvolumen von 80 Mrd. € ausgestattet ist. Dabei stehen drei Kriterien im Mittelpunkt: Wissenschaftsexzellenz, führende Rolle der Industrie und gesellschaftliche Herausforderungen. Und was sind die Branchen der Zukunft für Europa?  Hier werden an erster Stelle Gesundheitswesen & Medizintechnik, Chemie, Pharma & Biotech, Umweltschutz & Regenerative Energien sowie die Informationstechnologie genannt. Spannende Forschungsprojekte aus diesen Bereichen können Sie auf der Research & Innovation-Seite der Europäischen Kommission entdecken. Und Sie werden dabei auf viele Themen stoßen, mit denen Sie bereits auf aescuvest konfrontiert wurden bzw. die Sie hier bald wiederfinden werden.
 
 
 
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Glossar

Bonuszins

Die Darlehensverträge bei aescuvest sehen in der Regel verschiedene Renditekomponenten vor. Der Bonuszins bezeichnet eine laufend oder endfällig zahlbare variable Zinskomponente. Dafür wird im Darlehensvertrag ein prozentualer Anteil von Umsatz, Gewinn, EBIT oder EBITDA des Darlehensnehmers festgelegt, der an die Darlehensgeber ausgeschüttet wird. Dieser Anteil wird wiederum anteilig unter den Darlehensgebern verteilt. Die Höhe des Anteils eines einzelnen Investors an einer möglichen Bonuszahlung ist abhängig vom erzielten Finanzierungsvolumen und steht daher erst zum Abschluss einer Crowdinvesting-Kampagne fest.


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