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Sind Roboter die Pfleger der Zukunft?

veröffentlicht am 19.04.2019 von Frank Schwarz, Head of Investment



 
Lange Zeit standen der Hilfsmittelmarkt und seine Akteure nicht im Fokus des gesundheitspolitischen Interesses und Handelns. Durch die demografische Entwicklung, die steigende Anzahl älterer, chronisch- und mehrfachkranker Menschen, den medizinisch-technischen Fortschritt und durch die damit einhergehenden großen Ausgabenentwicklungen ist er jedoch inzwischen in den Mittelpunkt vieler Betrachtungen gerückt.
 
Die Gesundheitswirtschaft zählt zu den wichtigsten und größten Teilmärkten der deutschen Volkswirtschaft. Über fünf Millionen Menschen arbeiten im Gesundheitswesen. Damit ist etwa jeder achte Arbeitsplatz in dieser Branche angesiedelt. Es könnten noch mehr sein, allerdings fehlen an allen Enden die Fachkräfte.
 
Da kann es kaum überraschen, dass nach Mitteln und Wegen gesucht wird, durch die Entwicklung innovativer Hilfsmittel die Effizienz und Produktivität im Gesundheitssektor zu erhöhen. Was für den einen wenig human klingen mag, kann für die Beschäftigten Entlastung bedeuten – was letztlich das Arbeiten im Gesundheitswesen attraktiver und Behandlung und Pflege sogar menschlicher machen, weil Zeit für die wesentlichen Dinge gewonnen wird.

 

Medizintechnik und Hilfsmittel auch für Investoren attraktiv
Folgerichtig haben sich die medizinischen Hilfsmittel in den vergangenen Jahren zu einem der größten Kostenfaktoren im Katalog der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen entwickelt. Im Jahr 2018 erreichte der Markt ein Volumen von 8,44 Mrd. €. Das bedeutet nicht, dass der Markt für Anbieter einfach zu bearbeiten wäre. Die Rahmenbedingungen für Hersteller gelten als herausfordernd – das Hilfsmittelverzeichnis des GKV Spitzenverbands umfasst immerhin über 29.000 Artikel. In diesem Umfeld muss man sich erst einmal Sichtbarkeit verschaffen. Dennoch ist der wachsende Markt nicht nur für etablierte Player, sondern auch für innovative Start-ups attraktiv. Das sehen auch Deutschlands aktivster Venture-Capital-Investor, der High-Tech Gründerfonds, und der Frühphasenfinanzierer Earlybird so. Sie geben in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und Biocom eigens eine Publikationsreihe zum Thema heraus. Das „MedTech Radar" soll anhand von Praxisbeispielen Einblicke in die Innovationswelt der Medizintechnik-Branche geben, liefert interessante Analysen und Hintergrundinformationen. Eine aufschlussreiche Quelle auch für Investoren, die sich für aescuvest-Kampagnen wie den Adiuvad interessieren.
 
Medizintechnische Hilfsmittel sollen Menschen helfen, weiterhin selbstbestimmt zu leben. Der Pflegeroboter ist dabei gar nicht soweit entfernt, wie manch einer denkt mag – das zeigt der Blick nach Fernost. Viel naheliegender sind mehr oder weniger komplexe Medizintechnologien die Patienten dort weiterhelfen, wo Medikamente dies nicht mehr tun können.
 
 

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Glossar

KASG – Kleinanlegerschutzgesetz

Das Kleinanlegerschutzgesetz ist im Juli 2015 als Erweiterung des Vermögensanlagengesetzes in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist der Schutz von Privatpersonen bei Geldanlagen. Es setzte erstmals einen rechtlichen Rahmen für das Crowdfunding in Deutschland und sieht einige Erleichterungen gegenüber für andere Vermögensanlagen übliche Pflichten vor. So sind Crowdfinanzierungen unter folgenden Voraussetzungen ohne Prospekt möglich: • Wenn es sich um Vermögensanlagen in Form partiarischer Darlehen oder Nachrangdarlehen handelt, die ausschließlich über eine Internet-Dienstleistungsplattform vermittelt werden. • Wenn der Verkaufspreis sämtlicher von dem Anbieter angebotenen Vermögensanlagen desselben Unternehmens 2,5 Mio. Euro nicht übersteigt und der Gesamtbetrag der Vermögensanlagen desselben Unternehmens, die von einem Anleger erworben werden können, folgende Beträge nicht übersteigt: • 1.000 Euro • 10.000 Euro, sofern der jeweilige Anleger nach einer von ihm zu erteilenden Selbstauskunft über ein frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mindestens 100.000 Euro verfügt, oder den zweifachen Betrag des durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens des jeweiligen Anlegers nach einer von ihm zu erteilenden Selbstauskunft, höchstens jedoch 10.000 Euro.


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