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Personalisierte Medizin – warum sie nicht erst bei der Therapie einsetzen sollte

veröffentlicht am 24.11.2018 von Frank Schwarz, Hexagonaut für Media & Investor Relations



Im Zeitalter der Medizin 3.0 zählt „personalisierte Medizin“ zu den Buzz-Wörtern. Das Behandlungskonzept beruht in hohem Maße auf den Möglichkeiten der modernen Diagnostik insbesondere der Gendiagnostik. Durch sie kann die Behandlung von Krankheiten deutlich effizienter gemacht werden. Bislang werden rund 60 Medikamente in Deutschland „personalisiert“ eingesetzt und jedes Jahr kommen weitere dazu.

 
Schon immer haben Ärzte versucht, ihre Entscheidung über die bestmögliche Therapie für einen konkreten Patienten nicht nur auf die Krankheitsdiagnose zu gründen, sondern auch auf Charakteristika des Patienten – etwa sein Alter, seine physische Konstitution und „familiäre Vorbelastungen“. In der Prävention kommt die individuelle Analyse bislang allerdings zu kurz, so auch die Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Sie fordert, die personalisierte Medizin nicht nur in der Therapie einzusetzen, sondern auch in der Prävention entsprechende Konzepte zu nutzen.
 
Regelmäßig Sport treiben, sich gesund ernähren, wichtige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, das Rauchen und den Alkoholkonsum reduzieren – die empfohlenen Maßnahmen, um die eigene Gesundheit zu erhalten, sind umfassend. Aber mal Hand aufs Herz: Wem gelingt es schon, diese Empfehlungen vollständig umzusetzen?
 
Die gute Nachricht: Nicht für jeden hat das gesundheitsschädigende Folgen, denn die Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten ist individuell sehr verschieden ausgeprägt. „Aktuell tragen wir bei Fragen der Prävention viel zu wenig der Tatsache Rechnung, dass das Risiko für die Entwicklung gerade der vielen ernährungsabhängigen Krankheiten von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist“, so Professor Dr. med. Frank Lammert, Präsident der DGVS.
 
Ein Beispiel – Die Wirkung von Alkohol

So ist beispielsweise – zumindest unter Medizinern – unbestritten, dass Alkoholkonsum egal in welcher Menge der Gesundheit schadet. „Jedoch besteht individuell eine unterschiedliche Veranlagung, ab welcher Menge und in welchem Ausmaß es zu alkoholbedingten Organschäden kommt“, erläutert Professor Dr. med. Christian Trautwein, Mediensprecher der DGVS. „So haben Studien beispielsweise gezeigt, dass nicht jeder, der regelmäßig Alkohol konsumiert, eine Leberzirrhose entwickelt. Das individuelle Risiko für diese Erkrankung hängt unter anderem davon ab, welche Varianten bestimmter Gene ein Mensch im Erbgut trägt.“ Um Prävention gezielt einzusetzen, sei es zentral, das Risiko des Einzelnen genauer zu beziffern und individualisierte Risikoprofile auf Basis molekularer Erkenntnisse zu erstellen. Das würde auch helfen, die Motivation des einzelnen Patienten für eine Präventionsmaßnahme zu erhöhen.
 
Genau hier setzt auch der CheckUp Scout an, die aktuelle Finanzierungskampagne auf aescuvest.de. Das Team vom eHealth-Inkubator Medandu gehört hierzulande wohl zu den Pionieren auf einem noch weitgehend unbestellten Feld und trifft genau den Nerv der medizinischen Entwicklung.

Bild:  Rawpixel - envato.com
 
 
 
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