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Markt für Digital Health mit großem Wachstumspotenzial

veröffentlicht am 15.08.2017 von Frank Schwarz, Hexagonaut für Presse & Investor Relations




Das Wartezimmer ist bis auf den letzten Platz belegt, man wartet seit Stunden und der fiebernde Sitznachbar hustet und hustet. Ein Arztbesuch kann nervenaufreibend und zeitraubend sein – und im schlimmsten Fall geht man mit mehr Viren und Bakterien nach Hause, als man gekommen ist. Kein Wunder, dass sich schon drei von zehn Deutschen (27 %*) vorstellen können, künftig die Online-Sprechstunde zu nutzen. Dabei kommunizieren Arzt und Patient per Videochat und somit unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort. Private Versicherungen bieten das bereits als kostenlosen 7-Tage-Service. Seit dem 1. April 2017 übernehmen Krankenkassen die Kosten einer Online-Sprechstunde. Im Rahmen des sogenannten „E-Health-Gesetzes“ sind Online-Sprechstunden damit nun Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung.
 
Der Digitalverband Bitkom hat nun weitere Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die zusammen mit der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) durchgeführt wurde. Diese zeigt die steigende Akzeptanz von digitalen Gesundheitsdienstleistungen.
 
„Viele Patienten würden gerne digitale Gesundheitsangebote in Anspruch nehmen. Gleichzeitig ist das Gesundheitswesen bisher eher wenig digitalisiert. Oftmals scheitert es daher noch am Angebot“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Komplexität des Gesundheitssystems mit all seinen Beteiligten – Hersteller und Entwickler neuer Technologien, Leistungserbringer, Krankenkassen und Patienten – sei dabei die größte Hürde. „Mit dem E-Health-Gesetz wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, jetzt muss die Digitalisierung im Gesundheitswesen endlich Fahrt aufnehmen. Krankenkassen, Ärzte und Kliniken müssen sich schneller bewegen und den Herausforderungen stellen“, so Prof. Dr. Siegfried Jedamzik, Geschäftsführer der Bayerischen TelemedAllianz.
 
Das Internet genießt in Gesundheitsfragen übrigens schon fast den gleichen Vertrauensstatus wie ein Apotheker (55 gegenüber 60 %). Eine zweischneidige Geschichte, denn gleichzeitig gaben fast 20 % der Befragten an, dass sie aufgrund einer Internetrecherche die Einnahme oder Dosierung eines verschriebenen Medikaments selbständig verändert haben. Da dürften sich so manchen Mediziner die Nackenhaare hochstellen.


 
Dr. Bernhard Rohleder sieht es so: „Die Digitalisierung des Gesundheitswesens birgt ein riesiges Potenzial für eine bessere und effizientere Versorgung. Eine leistungsfähige Patientenversorgung funktioniert künftig nur noch mit digitaler Unterstützung.“ Darauf setzt auch PatientCare, die aktuelle Kampagne auf aescuvest für eine digitale Plattform, die eine leitliniegerechte Brücke zwischen Arzt und Patienten schlagen will.
 
 
* Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.003 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 798 Internetnutzer und 698 Smartphone-Nutzer.
 
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Auf aescuvest werden die Darlehensnehmer auch als Projektträger bezeichnet. Die Darlehensnehmer müssen Kapitalgesellschaften sein (bspw. GmbH, GmbH & Co. KG, UG, AG).


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