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Krankenhäuser können krank machen

veröffentlicht am 17.08.2018 von Frank Schwarz, Hexagonaut für Presse & Investor Relations



Krankenhausinfektionen sind in ganz Europa ein ernst zu nehmendes Problem. Jährlich erkranken in Deutschland 400.000 – 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen, die Zahl daraus folgender Todesfälle wird auf 10.000 bis 15.000 Menschen geschätzt. Diese könnten zu einem Teil vermieden oder beeinflusst werden, so das Bundesgesundheitsministerium.
 
Prof. Thomas Busse, Direktor des ZGWR Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht der Frankfurt University of Applied Sciences, führt seit 2008 ein „OP-Barometer“, das misst in einem Umfrage-Panel die Zufriedenheit der Mitarbeiter in den OP-Bereichen deutscher Krankenhäuser. Ein wichtiger Aspekt ist das auch die Beurteilung der Hygiene und Patientensicherheit.
 
Eine wesentliche Essenz des letzten OP-Barometers ist, dass mehr als 47 % der Befragten angaben, aus ihrer Sicht habe die Gefährdung der Patientinnen und Patienten in den letzten zwei Jahren zugenommen. Von den befragten Mitarbeitenden aus großen OP-Bereichen traf über die Hälfte diese Aussage. Der Anteil der rd. 1.950 befragten Ärzte und OP-Pflegern, die diese Aussage getroffen haben, ist im Vergleich zu den früheren Befragungen in etwa konstant geblieben, eine Verbesserung seit dem Jahr 2015 ist somit kaum eingetreten.
 
Ein wesentlicher Knackpunkt bei der Hygiene ist die Versorgung mit sterilem Instrumentarium. Zwar hat sich die Situation in jüngster Zeit nach Einschätzung der Befragten gebessert, aber nur 60 % aller Befragten sagten aus, dass die Hygienerichtlinien in ihrem OP-Saal streng eingehalten würden. 34 % (!) hielten die Versorgung mit Sterilgut in ihrem Umfeld für problematisch. Bitte lesen Sie noch einmal den ersten Absatz und halten Sie sich vor Augen, dass wir von der Situation innerhalb der am fortschrittlichsten entwickelten Region der Welt sprechen.

Aktionsbündnis Patientensicherheit nimmt Hygiene in den Fokus

In wenigen Stunden startet auf aescuvest.de das Crowdfunding für MediTipMedical, der Spezialist für Einmalinstrumente bearbeitet ein brandheißes Thema. Um sich davon zu überzeugen reicht ein aufmerksames Verfolgen der täglichen Medienberichterstattung. Multiresistente Keime, Patientensicherheit und Krankenhaushygiene drohen zum Dauerthema zu werden. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit und der Verband der Ersatzkassen haben nun eine neue Initiative für mehr Patientensicherheit gefordert. Es gebe erheblichen Verbesserungsbedarf in allen Bereichen des Gesundheitswesens, hieß es in dieser Woche bei der Vorstellung des „Weißbuches Patientensicherheit“. MTM trifft mit seinem Angebot einen Nerv und setzt auf eine stark anziehende Nachfrage.

Bild: © romankosolapov - envato.com 


 
 
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Glossar

Crowdfunding

Crowdfunding ist die Finanzierung von Vorhaben durch eine Vielzahl von Personen, die so genannte Crowd, die über das Internet als Anleger gewonnen werden. Crowdfunding ist eine Alternative zur traditionellen Finanzierung durch Banken. In der Praxis kommen vor allem vier Modelle des Crowdfunding vor: Das spendenbasierte Crowdfunding (Donation-based Crowdfunding): Die Geldgeber spenden Geld für ein konkretes Projekt oder einen bestimmten Zweck, ohne hierfür eine Gegenleistung zu erhalten. Das Reward-based Crowdfunding: Die Geldgeber erhalten eine materielle oder ideelle Gegenleistung, aber kein Geld. Das Crowdlending: Die Geldgeber erhalten das Versprechen, dass ihnen der eingesetzte Betrag mit oder ohne Zinsen zurückgezahlt wird. Das Crowdinvesting (Equity-based Crowdfunding): Der Geldgeber erhält eine Beteiligung an den zukünftigen Gewinnen des finanzierten Unternehmens in Form von Zinsen und/oder Bonuszahlungen, teils auch eine Beteiligung am Wertzuwachs oder an Exit-Erlösen. Der eingesetzte Betrag wird bis zum Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Der Anleger übernimmt auf diese Weise unternehmerische Risiken und spekuliert auf eine finanzielle Rendite.


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