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Kann eine Smartwatch Leben retten?

veröffentlicht am 17.03.2019 von Frank Schwarz, Head of Investment


Quelle: stokkete - envato.com

Das Thema Gesundheits-Monitoring bzw. Vorsorge steht bei allen US-Technologie- und Internet-Konzernen seit einigen Jahren ganz oben auf der Entwicklungsagenda
. Das Buzz-Wort dazu lautet „Big Data“. Die systematische Analyse der von den Internetgiganten à la Google & Co. gesammelten Daten polarisiert. Wozu die Datensammler in der Lage sind und wie bereitwillig die Nutzer mitmachen, zeigen erste Ergebnisse einer aktuellen Apple-Studie.
 
Bereits vor zwei Jahren zeigte eine Studie, dass die Apple Watch einen sehr genauen Herzfrequenzsensor besitzt, der sogar zur Diagnose genutzt werden kann. Im vergangenen Dezember hat Apple eine neue Warnfunktion per Software-Update für die Apple Watch nachgeliefert. Sie soll auf Herzrhythmusstörungen achten und bei Verdacht auf Vorhofflimmern eine Warnmeldung ausgeben. Nutzer der App können zudem ein 1-Kanal-EKG anfertigen, dafür ist ein elektrischer Sensor auf der Unterseite sowie eine Elektrode in der Außenseite der digitalen Krone der Smartwatch integriert. Warnfunktion und EKG-App sind bislang nur auf in den USA gekauften Uhren verfügbar, in anderen Ländern bleiben diese vorerst gesperrt bis die Erlaubnis der jeweils zuständigen Gesundheitsbehörden vorliegt.
 
Der US-Konzern hat vor Kurzem eine großangelegte Studie gestartet, die ermitteln soll, ob Smartwatch und App zuverlässig das erhöhte Risiko eines bevorstehenden Schlaganfalls ermitteln kann. Wie die britische Zeitung „The Guardian“ am Samstag berichtete, haben sich mehr als 419.000 Apple Watch Nutzer für die Studie angemeldet. Sie ist somit die größte, die jemals durchgeführt wurde, um scheinbar gesunde Menschen auf Vorhofflimmern (A-Fib) zu untersuchen – unbehandelt kann dieses Schlaganfälle auslösen. Auch wenn Wissenschaftler der Stanford University von bislang nicht perfekten aber dennoch vielversprechenden Erkenntnissen sprechen – die Studie sagt nicht nur etwas über das Potenzial von „Wearbales“, also der Anwendung von am Körper getragenen Computern aus.
 
Sensationell ist die Teilnahme an der Studie. Das Sammeln von Daten gehört zu den aufwändigsten Aufgaben in der medizinischen Forschung. Das Beispiel zeigt, wie sich die breite Nutzergruppen künftig an der Entwicklung von neuen Medizinprodukten, Therapien und Diagnoseformen beteiligen können und wollen. Das nutzt nicht nur Konzernen, sondern allen Betroffenen. Die Power der Crowd ist im Gesundheitssektor also vielfältig einsetzbar.

 
 
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Glossar

Carried Interest

Eine vom Erfolg der Vermögensanlage abhängige Vergütung („Carried Interest“). Bei aescuvest bei ab Juni 2019 für Fundings eingeführt und fällig, wenn und sobald die Summe der von dem Emittenten an einen Anleger geleisteten Auszahlungen des Festzinses und der Erfolgsabhängigen Verzinsung insgesamt den Betrag des von dem jeweiligen Anleger geleisteten Anlagebetrages zzgl. einer Rendite von 10 % p.a. („Mindestrendite“) seit Einzahlung des jeweiligen Anlagebetrages erreicht hat („Hurdle“). Der Carried Interest beträgt 15 % der Erfolgsabhängigen Verzinsung nach Erreichen der Hurdle. Dies bedeutet, dass vor Erreichen der Hurdle die Erfolgsabhängige Verzinsung zu 100 % den Anlegern und nach Erreichen der Hurdle die weitere Erfolgsabhängige Verzinsung zu 85 % den Anlegern und zu 15 % der Internet-Dienstleistungsplattform zusteht.


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