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Investieren wie die Profis – Was Crowdinvestoren von Business Angels lernen können

veröffentlicht am 20.01.2019 von Frank Schwarz, Hexagonaut für Media & Investor Relations


Quelle: Rawpixel - envato.com

Wer sich als Crowdinvestor engagiert, begibt sich auf die erste Stufe der Karriereleiter der privaten Risikokapitalgeber. Stufe Zwei ist der Business Angel und auf der Spitze der Leiter befinden sich die VCs. Egal ob Sie als Anleger diese Leiter nach oben klettern wollen oder schlichtweg Ihre Strategie beim Crowdinvesting perfektionieren wollen – wer einen Blick auf die Methoden der Profis wirft, kann einiges lernen.
 
Über den Portfolioansatz als zwingende Strategie bei jeder Form der Geldanlage haben wir Sie schon ausführlich informiert und erinnern Sie auch regelmäßig daran. Um das 1 x 1 der Geldanlage kommt niemand herum, der sein Kapital planvoll vermehren möchte. Die ausführliche Information über das Ziel seines Investments gehört ebenfalls zur Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Anlage. Hier haben Profis in der Regel mehr Zeit und Mittel, um jedem einzelnen Investment auf den Zahn zu fühlen und sich mit unabhängigen Marktanalysen zu versorgen. Allerdings tätigen viele VCs nur zwei bis drei Investments pro Jahr, Business Angels haben i.d.R. eine noch niedrigere Taktzahl – dafür investieren sie auch höhere Summen in die einzelnen Beteiligungen.
 
Beim Crowdinvesting werden Ihnen ebenfalls viele Informationen zur Verfügung gestellt. Sie erfahren mit dem Blick in den Business Plan mehr über die Strategie und Ziele, als Ihnen beim Börsengang eines Unternehmens zur Verfügung gestellt wird. Ganz zu Schweigen von der Anlage in einen Fonds, wo Sie Ihr Geld in einen sogenannten Blind Pool stecken und außer der historischen Performance nur über die Grundzüge der Anlagepolitik informiert werden.
 
Warum Business Angels über Kapitalgesellschaften investieren

Ein interessanter Aspekt für jeden Anleger, der sich intensiver dem Thema Risikokapitalinvestments beschäftigt, ist das Gründen einer Kapitalgesellschaft, über welche diese getätigt werden. Für Business Angels ist das Investieren über eine eigene Kapitalgesellschaft quasi Pflicht. Denn als wesentlicher Gesellschafter kann er in bestimmten Fällen sonst auch mit seinem Privatvermögen in Haftung genommen werden. Hier bieten sich die Rechtformen der Unternehmergesellschaft (UG) oder GmbH an. Die UG – auch Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder Mini-GmbH genannt – enthaftet die Investoren vor den Verbindlichkeiten einer Unternehmung – mit einem nur geringem Kostenaufwand. Eine UG kann sogar theoretisch bereits mit einer Einlage von nur 1 Euro gegründet werden. Dabei ist es egal, ob Sie alleine oder im Team gründen.
 
Für Crowdinvestoren spielt das Haftungsthema als Darlehensgeber nachdem derzeit vorherrschenden und auch auf aescuvest.de gebräuchlichen Beteiligungsmodell keine Rolle. Interessant sind bei der Kapitalgesellschaft vor allem die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten. So unterliegt die UG der günstigeren Körperschaftsteuer und durch Veräußerung der gesamten Gesellschaft können Gewinne optimiert werden. Die Gründung einer UG ist im Vergleich zur GmbH recht schnell und unkompliziert durchführbar – fragen Sie hierzu bitte nicht einen Arzt oder Apotheker, sondern Ihren Steuerberater. Viele Vorteile sind auch beim Crowdinvesting nutzbar. Zudem gilt für Kapitalgesellschaften nicht der Höchstbetrag von 10.000 € je einzelnem Investment.



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Glossar

Maximalanlagebetrag

Der Maximalanlagebetrag ist die größtmögliche Summe, die Sie als privater Anleger in ein Projekt investieren können. Dieser Betrag ist gesetzlich auf 25.000 € festgelegt. Für Kapitalgesellschaften, die ebenfalls über aescuvest investieren können, besteht kein Anlagelimit.


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