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Geld verdienen mit Digital Health: Erfolgreicher Exit für MySugr-Gründer

veröffentlicht am 05.07.2017 von Frank Schwarz, Hexagonaut für Presse & Investor Relations




Diese vier jungen Männer haben guten Grund bestens gelaunt zu sein. Und das liegt nicht nur am leckeren Frühstück, das vor ihnen steht. Es sind die Gründer der Diabetiker-App mySugr. Das Wiener Unternehmen hat gerade vermeldet, dass alle Anteile des Start-ups vom Schweizer Pharma-Riesen Roche übernommen worden sind. Gemäß der gewöhnlich gut informierten österreichischen Start-up-Plattform „der brutkasten“ ist es der wohl bislang größte Deal im europäischen Digital Health-Sektor, möglicherweise wurde sogar weltweit eine neue Rekordmarke gesetzt.
 
Und nicht nur die vier Gründer haben Grund zum Lachen. Mit von der Partie waren zahlreiche kleinere und große Investoren, die dem Unternehmen finanzielle Starthilfe geleistet haben. „Ein super Exit“, zitiert der brutkasten Hansi Hansmann, einen der aktivsten Business Angels aus der Alpenrepublik und Teilhaber bei mySugr.
 
Und mySugr ist auch ein gutes Beispiel, dass man nicht unbedingt Rocket Science betreiben muss, um eine Revolution zu starten: „Die Idee zu mySugr wurde 2010 geboren. Smartphones waren noch neu und die ersten Tablets sind gerade am Markt erschienen. Im Diabetesbereich war von solchen Entwicklungen keine Spur: Viele Messgeräte oder Pumpen sahen noch immer wie sperrige Handys der 80er aus und Tagebuch führen war mühsam“, so die Beschreibung auf der Webseite des Unternehmens. „Zwei von uns, Frank und Fredrik, leben selbst mit Diabetes und spürten die Probleme am eigenen Leib. Wir haben über ein Jahr getüftelt, geforscht und experimentiert. Dabei wurde uns früh klar, dass eine Smartphone-App der Schlüssel zu einer völlig neuen Art der Diabetestherapie sein kann. Diese App sollte besonders simpel sein, den Therapie-Alltag vereinfachen und sich in Handhabung und Design eindeutig von gängigen Medizinprodukten abheben. Im April 2012 haben wir die mySugr GmbH gegründet und kurz danach die erste Version der mySugr App veröffentlicht. Heute vertrauen uns weltweit über eine Million Diabetiker.“
 
Und Roche kann davon ausgehen, dass sich diese Zahl noch deutlich steigern lässt. Schließlich ist Diabetes in der industrialisierten Welt eine Volkskrankheit. Allein in Deutschland gibt es laut Bericht der Patientengesellschaft DDG rd. 7,6 Millionen Betroffene.
 
Auch zwei der aktuell auf aescuvest laufenden Kampagnen zielen auf diesen Markt:
 
  • Rodos Biotarget mit einer Technologie, die mit Hilfe von Nanotransportern den Wirkstoffeinsatz revolutionär verbessert.
  • PatientCare mit einer Digital Health-Lösung, die Patienten und Angehörige darüber aufklärt, wie sich durch Bewegung/Sport, Ernährung und mentale Gesundheit der Behandlungserfolg steigern lässt.
 
Übrigens, die Gründer von mySugr bleiben auch nach dem „Deal“ an Bord des Unternehmens. Und da zeigt sich vielleicht auch, dass mir die folgende Weisheit, die mir ein Unternehmer einmal verriet, ein Teil der Start-up-Erfolgsformel ist: "If you don't do it with passion, you better don't do it at all." Damit stehen dann nicht nur die Gründer und Investoren auf der Gewinnerseite, sondern alle, die durch die Innovationen dieser Unternehmer ein besseres Leben führen können.

 
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