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Companisto CEO Tamo Zwinge im Gespräch mit aescuvest

veröffentlicht am 26.05.2015 von Tamo Zwinge, CEO Companisto


Tamo, stelle bitte dich und Companisto bei unseren Mitgliedern vor.

Hallo, Patrick, sehr gerne! Mein Name ist Tamo Zwinge, gemeinsam mit David Rhotert bin ich Gründer und Geschäftsführer von Companisto, einer führenden Crowdinvesting-Plattform in Deutschland und Europa. Zuvor war ich Rechtsanwalt in einer internationalen Großkanzlei mit dem Schwerpunkt Corporate Finance. Über Companisto werden primär Startups finanziert, aber etwa auch eine Immobilie oder wie aktuell ein Kinofilm.    

Erzähle uns doch etwas über euer aktuelles Projekt EBS. Wie kam es zur Finanzierung eines Projekts aus der Medizintechnik auf Companisto?

Wir sehen das ähnlich wie ihr bei aescuvest: Med Tech ist ohne Frage ein höchst interessanter Markt mit großen Chancen. EBS - das steht für Electrical Brain Synchronization - hat uns einfach überzeugt, genauso wie vorher schon etwa den High-Tech Gründerfonds und Earlybird. Diese großen Investoren validieren das Startup natürlich zusätzlich, außerdem ist EBS bereits seit mehreren Jahren erfolgreich am Markt.

Was macht EBS zu einer medizinischen Innovation?
    
EBS richtet sich an Patienten mit neurologisch bedingten Sehstörungen wie z.B. Grünem Star oder Schäden im Sehsystem infolge eines Schädel-Hirn-Traumas oder eines Schlaganfalls. EBS hat ein Verfahren entwickelt, das in vielen Fällen die Auswirkungen dieser Störungen therapieren und vielen Betroffenen einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben kann. Die auf den Patienten genau abgestimmten Stimulationssignale sind in der Lage, Gesichtsfeldausfälle zu verbessern, deren Ursachen hinter den Augen liegen, also neurologisch bedingt sind.

Welche Zielgruppe bei den Gesundheitsexperten sprecht Ihr mit EBS an? 
 
Der Ansatz bei Companisto ist, dass sich generell jeder, der sich für spannende Investments interessiert, angesprochen fühlen sollte - ob Gesundheitsexperte oder nicht. Eine Besonderheit bei diesem Crowdinvesting ist auch, dass EBS bereits seit 2007 am Markt ist. Wir wissen, dass insbesondere auch Patienten in EBS investiert haben und investieren - sie wissen schließlich am besten, wie gut die EBS-Therapie funktioniert. Wann kann man sich schon mal als Investor an einem Produkt bzw. einer medizinischen Dienstleitung beteiligen, das/die man selbst in Anspruch genommen hat?
 
Was war die Herausforderung bei einem medizinischen Projekt sowohl in der Vorbereitung als auch im Laufe der Finanzierung?
 
Wenn man so möchte, unterscheiden sich alle Kampagnen voneinander, kein Unternehmen ist gleich. Allerdings ist es so, dass ein komplexes medizintechnisches Produkt wie das von EBS der genaueren Erklärung bedarf. Niemand würde in eine Technologie investieren, die er nicht versteht und die wenigsten Investoren sind medizinische Fachmänner oder -frauen. Außerdem galt es bei EBS, auf die Besonderheiten im Med Tech-Bereich aufmerksam zu machen, nämlich auf die "Arbeitsteilung", die zwischen Startups und großen Medizintechnik-Unternehmen bei "Forschung und Entwicklung" besteht. Exits sind bei Med Tech-Startups aufgrund dessen wahrscheinlicher als bei "normalen" Startups.  
 
Der Medizinmarkt - ein Markt der Zukunft (für companisto) (für die Crowd)?
 
Auf jeden Fall. Medizintechnik ist naturgemäß sehr kapitalintensiv, (Grundlagen-)Forschung & Entwicklung sind sehr teuer. Bis dato war es daher so, dass sich lediglich institutionelle Anleger oder Venture Capital-Gesellschaften an Med Tech-Startups beteiligt haben. Das ändert sich offensichtlich gerade. Interessant sind die Bereiche Med Tech oder Life Tech sowieso, denn den Menschen ist verständlicherweise kaum etwas so wichtig wie ihre Gesundheit. 
 
Tamo, ein Wort zu aescuvest?
 
Ihr habt euch da einen spannenden Markt ausgesucht und einige eurer Teammitglieder wie Torsten Schreiber und Jörg Diehl sind ja in der Crowdinvesting-Szene bereits vorher sehr umtriebig gewesen und begeisterte und erfahrene Schwarmfinanzierer und bekannt etwa durch das Engagement im Branchenverband German Crowdfunding Network.
Ich wünsche euch viel Spaß und viel Erfolg für den Start von aescuvest!
 
Herzlichen Dank für das Gespräch.
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Glossar

Partiarisches Nachrangdarlehen

Bei einem partiarischen Nachrangdarlehen erhält der Darlehensgeber keine feste, sondern eine variable Verzinsung. Die Verzinsung hängt in den meisten Fällen vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens ab, also ob ein bestimmter Umsatz oder Gewinn erzielt wurde. Partiarische Nachrangdarlehen werden auch als Mezzanine Finanzinstrumente bezeichnet, weil sie ein Merkmal des Eigenkapitals (Gewinnbeteiligung) mit Merkmalen des Fremdkapitals (Rückzahlungspflicht, Befristung, Gläubigerposition, keine wesentlichen Mitspracherechte etc.) vereinen.


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