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Bundesverband Crowdfunding etabliert neue Standards für Investoren-Reporting

veröffentlicht am 14.03.2017 von Bundesverband Crowdfunding e. V.


Die im Bundesverband Crowdfunding e. V. (BVCF) zusammengeschlossenen Plattformen haben verbindliche Standards beschlossen, um künftig die Übermittlung der Information der Unternehmen und Projektinhaber an ihre Crowd-Investoren signifikant zu verbessern. Mit diesen neuen Reporting-Richtlinien wird der Verbraucherschutz weiter optimiert. Für alle Angebote, die ab dem 1.1.2017 auf die Mitgliedsplattformen gelangen, sind diese neuen Standards für das Investoren-Reporting bindend. aescuvest ist Gründungsmitglied des Verbands.
 
Der BVCF hat eine Vorlage für das Reporting der Unternehmen und Projektträger auf den Plattformen an die jeweiligen Investoren entwickelt. Diese Vorlage setzt die Mindeststandards für die Regelmäßigkeit und Inhalte des Investoren-Reportings bei allen Mitgliedsplattformen bezüglich der kommunizierenden Inhalte und Kennzahlen sowie ihrer Veröffentlichungsfristen. Dabei wird zwischen verbindlichen Anforderungen und unverbindlichen Empfehlungen unterschieden. So ist von den Plattformen verpflichtend in die Verträge mit den zu finanzierenden Unternehmen aufzunehmen, dass deren Berichte mindestens zweimal jährlich und spätestens 60 Kalendertage nach Halbjahresende, bzw. 90 Kalendertage nach Jahresende an die Investoren gegeben werden müssen. Die Empfehlung lautet hingegen, dass die Unternehmen alle drei Monate und spätestens 30 Tage nach der Berichtsperiode an ihre Investoren berichten.
 
aescuvest hat die Initiatoren von Crowdfunding-Kampagnen auf unserer Plattform vertraglich verpflichtet, ihren Investoren weitergehende Information zur Verfügung zu stellen, die über die nun beschlossenen Mindeststandards hinausgehen. Dazu gehören unter anderem:
 
  • die quartalsweise Vorlage der betriebswirtschaftlichen Auswertungen und einen Statusbericht über die Umsetzung des Business Plans,
  • unverzüglich nach deren Fertigstellung, spätestens aber innerhalb von 30 Kalendertagen nach Quartalsende bzw. 60 Kalendertage nach Ende des Geschäftsjahres, seine gesetzeskonform aufgestellten Jahresabschlüsse einschließlich Lagebericht und Anhang,
  • spätestens innerhalb von 30 Kalendertagen nach Quartalsende bzw. 60 Kalendertage nach Ende des Geschäftsjahres eine Mitteilung über die Höhe des Gewinns und sonstiger Kennziffern, die nach Maßgabe des Darlehensvertrags für die Berechnung variabler Zinskomponenten maßgeblich sind,
  • Soll-Ist-Vergleich zum Reportingstichtag, Erläuterungen von Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Zahlen,
  • Kurzbeschreibung wesentlicher Erfolge, Herausforderungen sowie außerordentlicher Ereignisse im Berichtszeitraum.
 
Der Anlegerschutz hat für aescuvest also von jeher einen hohen Stellenwert. Und obwohl unsere eigenen Anforderungen bereits über die nun beschlossenen Mindeststandards hinausgehen, begrüßen wir die Etablierung branchenweiter Reporting-Vorgaben, die über gesetzliche Anforderungen hinaus gehen. Das Anheben des Reporting-Niveaus im deutschen Crowdinvesting ist ein wichtiger Beitrag zum Vertrauensaufbau. Das kann nur im Sinne aller Marktteilnehmer sein – vom kapitalsuchenden Unternehmen, über die Plattformen, bishin zu den Anlegern.
 
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Glossar

EBIT

Die englische Abkürzung EBIT steht für Gewinn vor Zinsen und Steuern, d. h. ein um Zinsen und Steuern bereinigter Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag. Diese Ergebniskennzahl beschreibt den wirtschaftlichen Erfolg, der aus der betrieblichen Tätigkeit entstanden ist.


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