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Aescuvest.de und Aescuvest.eu – das sind die Unterschiede (Teil II)

veröffentlicht am 08.09.2019 von Frank Schwarz, Head of Investment



 
Seit wenigen Tagen läuft auf Aescuvest.eu die erste pan-europäische Finanzierungskampagne. EU oder DE – warum gibt es eigentlich zwei Plattformen und worin unterscheiden sie sich genau? Heute informieren wir Sie über die Unterschiede der angebotenen Finanzierungsinstrumente.

Die Crowdinvesting-Kampagnen auf Aescuvest.de sind Angebote an Kapitalanleger, die nach dem 2017 in Kraft getretenen Kleinanlegerschutzgesetz aufgebaut sind. Der Gesetzgeber hat für diese junge Finanzierungsform für Unternehmen einige Erleichterungen gegenüber den üblichen Kapitalmarktregeln eingeführt. Dazu gehört beispielsweise die Befreiung von der Prospektpflicht, die bis dato für alle Angebote galt, die ein Volumen von 100.000 € übertrafen. Dafür gibt es gleichzeitig eine Reihe von Beschränkungen. Die Folge ist, dass vor allem Nachrangdarlehen und diese auch nur innerhalb von Deutschland angeboten werden können. Dabei ist Deutschland kein Einzelfall. Equity Crowdfunding- bzw. Crowdinvesting-Kampagnen finden heute vor allem innerhalb nationaler Grenzen statt, da es keine einheitliche europäische Regelung gibt.
 
Nachrangdarlehen vs. echte Beteiligung

Nachrangdarlehen haben für Anleger wie Unternehmer Vor- und Nachteile. Für Anleger bedeuten sie bspw. keine Mitspracherechte – dafür werden sie mit vergleichsweise hohen Zinszahlungen und/oder Umsatzbeteiligungen „entschädigt“. Für Unternehmer mag es grundsätzlich willkommen sein, wenn Ihnen kein Kapitalgeber „reinredet“. Wie alle anderen Finanzierungsinstrumente passen die Darlehen aber nicht zu jeder Unternehmenssituation. Der Liquiditätsabfluss durch die Ausschüttungen kann erheblich belasten, insbesondere dann, wenn höhere Beträge aufgenommen werden und aufgrund des angestrebten Unternehmenswachstums eine längere Phase hohen Kapitalbedarfs bevorsteht.
Im professionellen Risikokapitalmarkt sind daher Eigenkapital- oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen der vorherrschende Beteiligungsweg. Und mit der europäischen Plattform haben wir uns genau an diesem Modell orientiert. Das bedeutet, die finanziellen Mittel werden prinzipiell zeitlich unbegrenzt zur Verfügung gestellt; das Ziel der Kapitalbeteiligung liegt nicht in Dividenden- oder Zinszahlungen, sondern im Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung – dem Exit.
 
Investieren wie und mit Profi-VCs

Das heißt, bei dieser Investition ist alles darauf ausgerichtet, dass ein Unternehmen schnell wachsen kann und sich sein Wert innerhalb weniger Jahre vervielfacht. Anleger auf Aescuvest.eu machen wie ein Venture Capital-Geber dann Kasse, wenn ein neuer Investor eine Mehrheit am Unternehmen erwirbt, das Start-up von einem strategischen Investor (= Mitbewerber) übernommen oder an die Börse gebracht wird.
Das Beteiligungsmodell auf Aescuvest.eu wurde entsprechend ausgestaltet: Für die Unternehmen ist es 100 % Eigenkapital. Um dies zu ermöglichen, gleichzeitig den Aufwand und die Kosten einer Aktiengesellschaft zu umgehen, wird eine Zweckgesellschaft (= SPV) zwischengeschaltet. Diese emittiert Genussrechte, welche die volle Partizipation an der Wertentwicklung des Start-ups ermöglichen. Für das Unternehmen wiederum hat das den Vorteil, dass alle „Crowd-Investoren“ gebündelt werden und es nur einen zusätzlichen Gesellschafter erhält – was häufig auch von Mitgesellschaftern bevorzugt wird. Da diese Emission auf einem Wertpapierprospekt basiert, kann sie in ganz Europa öffentlich angeboten werden. Das Prospekt enthält ausführliche Angaben über das Investitionsziel, auch dafür gibt es detaillierte gesetzliche Vorgaben. Das erhöht die Sicherheit für die Anleger. Gleichzeitig ist jedoch die Möglichkeit eingeschränkt, Angaben über die die erwartetet künftige Entwicklung des Unternehmens zu geben. Eine Indikation gibt jedoch die Unternehmensbewertung, die auf Grundlage des Business Plans erstellt wurde und deren Plausibilität von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer bestätigt wird. Sie basiert bei den auf Aescuvest.eu angebotenen Beteiligungen i.d.R. auf der Discounted Cash-flow Long term growth Methode, das heißt zukünftig erwartete Zahlungsströme werden abgezinst.
 
Im dritten Teil dieser Serie beleuchten wir das Thema Beteiligungsvertrag und Mitbestimmung.

Investmentgutschein WELCOME50 = 50 € Willkommensprämie*

Wir würden uns freuen, Sie als Investor auf unserer Plattform Aescuvest.eu begrüßen zu dürfen. Für Ihr erstes Investment auf Aescuvest.eu erhalten Sie eine 50 € Willkommensprämie*. Geben Sie bitte den folgenden Aktions-Code zu Beginn des Investmentprozesses ein: WELCOME50

*Gültig für Ihr Erstinvestment auf Aescuvest.eu bis 30.09.2019. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Freundschaftswerbung) kombinierbar. Sie erhalten nach Zustandekommen der Finanzierung für Surge-On Medical auf Aescuvest.eu (Überschreiten der Finanzierungsschwelle von 500.000 €), eine Überweisung in Höhe von 50 € auf das in Ihrem Aescuvest.eu-Account hinterlegte Bankkonto.​
 


 
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Glossar

Bonuszins (endfällig)

Sieht der Darlehensvertrag einen endfälligen Bonuszins (endfällig zahlbare variable Zinskomponente) vor, so gilt: Endet der Darlehensvertrag durch Ablauf der regulären Vertragslaufzeit, so erhält der Darlehensgeber am Rückzahlungstag einmalig einen Bonuszins in Höhe des im Darlehensvertrag genannten prozentualen Anteils („endfälliger Bonusanteil“) an der im Darlehensvertrag genannten Kennziffer (Umsatz, Gewinn, EBIT oder EBITDA). Zugrunde gelegt wird dabei der gewichtete Durchschnitt der Entwicklung der Kennziffer in den drei vorangegangenen abgeschlossenen Geschäftsjahren (das zuletzt abgeschlossene Geschäftsjahr gewichtet mit 50 %, das Jahr zuvor mit 30 % und das Jahr vor diesem mit 20 %). Endet der Vertrag vor Ablauf der regulären Vertragslaufzeit aufgrund vorzeitiger Kündigung bei Folge-Finanzierungsrunde oder Exit, so wird der Darlehensgeber finanziell so gestellt, als hätte er einen Eigenkapital-Anteil am Darlehensnehmer in Höhe des im Darlehensvertrag genannten prozentualen Anteils („virtuelle Erlösbeteiligung“) veräußert, wobei die Unternehmensbewertung zugrunde gelegt wird, die der Folgefinanzierung bzw. dem Exit zugrunde liegt. Der Darlehensgeber erhält also einen Betrag in Höhe des Produkts seiner – ggf. zwischenzeitlich verwässerten, hierzu sogleich – virtuellen Erlösbeteiligung und der bei Kündigung zugrunde gelegten Unternehmensbewertung (Partizipation an Unternehmenswertsteigerung). Der entsprechende Betrag ist innerhalb von vier Wochen nach dem Tag der Wirksamkeit der Kündigung an den Darlehensgeber auszuzahlen. Der endfällige Bonuszins unterliegt in beiden vorstehend genannten Fällen der Verwässerung: Bei Folge-Finanzierungen in Form von Kapitalerhöhungen während der Laufzeit des Darlehens, bei denen das Kündigungsrecht des Darlehensnehmers nicht ausgeübt wird, verringert sich der endfällige Bonusanteil des Darlehensgebers jeweils mit Wirkung für die Zukunft im Verhältnis des alten zum gesamten neuen Stammkapital des Darlehensnehmers nach Durchführung der Kapitalerhöhung. Dies gilt bei Kapitalherabsetzungen entsprechend. Bei Folge-Finanzierungen in Form von Schwarmfinanzierungen (Crowdfundings), bei denen schuldrechtliche Gewinnbezugsansprüche gewährt werden, verringert sich der endfällige Bonusanteil des Darlehensgebers jeweils in dem Verhältnis des Wertes des wirtschaftlichen Altkapitals (ausgedrückt durch die Pre-Money-Bewertung, die der neuen Schwarmfinanzierung zugrunde liegt) zum Wert des Neukapitals (ausgedrückt durch die dem neuen Funding zugrunde liegende Post-Money-Bewertung; diese errechnet als Pre- Money-Bewertung zuzüglich der Finanzierungssumme im Rahmen des neuen Fundings). Die Verwässerung tritt nicht ein bei Folge-Finanzierungen, deren Umfang geringer ist als das Finanzierungs-Limit laut Darlehensvertrag; bei Down Rounds (wie oben definiert); bei Nachschüssen (wie oben definiert). Der Darlehensgeber stimmt der möglichen Verwässerung seines Zinsanspruchs bereits jetzt zu. Er hat bei Folge-Finanzierungsrunden weder ein Bezugsrecht noch ein Mitbestimmungsrecht, sondern wird die Verwässerung hinnehmen, um optimales Wachstum des Unternehmens des Darlehensnehmers zu ermöglichen. Kündigt das Unternehmen den Darlehensvertrag berechtigt außerordentlich, so fällt kein Bonuszins bei Vertragsende an.


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