BOCAhealth

BOCAhealthcare GmbH - boca-health.com

Angestrebte Wertsteigerung:

Faktor 5 Ihres Investments

Laufzeit:

5 Jahre
  • Hochpräzise - Vergleichbar mit dem "Goldstandard"

  • Mobil - Geeignet fürs Home Monitoring

  • Digital - Basiert auf Maschinellem Lernen

Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 & Abs. 3 VermAnlG:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Key Facts

  • Die Herausforderung: Störungen des Körperflüssigkeitshaushalts können im Extremfall zu Dehydrierung oder zu gefährlichen Wassereinlagerungen im Körper führen. Sie stellen in vielen klinischen Situationen ein häufig auftretendes und ernsthaftes Problem dar, das insbesondere bei Herzinsuffizienzen, chronischen Nierenerkrankungen und bei älteren Patienten lebensbedrohlich sein kann.
  • Der Lösungsansatz: BOCAhealthcare hat ein tragbares Gerät zur Messung der Körperzusammensetzung entwickelt, das mit einer Smartphone-Anwendung verbunden ist. Das System ist in der Lage, auf einfache Weise den Hydratations- und Ernährungszustand der Patienten zu messen sowie das Herzschlagvolumen und den systemischen Gefäßwiderstand zu bestimmen.
  • Das Besondere: Die wichtigste Innovation besteht in der Software, die eine Analyse der Trends in Bezug auf Normalität bzw. Anomalie und den Hydratations- und Ernährungszustand erstellt. BOCAhealth will den Ärzten zusätzliche Daten über die Körperzusammensetzung des Patienten zur Verfügung stellen, und zwar viel genauer und kostengünstiger, als es mit den bisher verfügbaren Mitteln möglich ist.
  • Der Kapitalbedarf: BOCAhealthcare will 150.000 € über aescuvest aufnehmen, um die Produktentwicklung zum Abschluss zu bringen und die CE-Zertifizierung zu erreichen. Der nächste Schritt wird die Validierung in einer Patientengruppe sein, die erst nach der CE-Zertifizierung möglich ist. Wenn höhere Funding-Summen erreicht werden, kann die Markteinführung der ersten Version des Produkts weiter vorangetrieben werden.

 

1. Hintergrund und Idee

Herzinsuffizienz und chronische Nierenerkrankungen sind weltweit zusammengenommen die häufigste Ursache von Krankenhausaufenthalten. Aktuell beträgt die absolute Zahl der betroffenen Patienten in Europa und den USA 53 Millionen. In mindestens 60 % der Fälle tauchen die beiden Krankheiten gleichzeitig bei einem Patienten auf, sind also eng miteinander verbunden 1. Typische Folgen beider Erkrankungen sind Störungen des Körpervolumens durch chronische Wasseransammlungen, sogenannte Ödeme, aber auch der Abbau des Körpergewichts aufgrund von Flüssigkeitsmangel. Es wird geschätzt, dass jeder zweite Patient bei seiner Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin Hydratationsprobleme hat. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die bestehenden Analysemethoden nicht ausreichend sind 2. Darüber hinaus wird etwa jeder vierte dieser Patienten wegen eines Dekompensationsereignisses 30 Tage nach der ersten Entlassung erneut ins Krankenhaus eingewiesen 3. Die Hauptursache dafür wurde in der Störung des Körperflüssigkeitshaushalts ausgemacht, entweder mit zu viel oder zu wenig Wasser im Körper 3-5.

Der Hydratationsstatus eines Patienten ist allgemein schwer zu messen. Zurzeit gibt es keine einzelne Methode, die eine eindeutige Diagnose liefert. Die Auswertung erfolgt in der Regel klinisch, durch körperliche Untersuchung des Patienten oder durch das Pflegepersonal, das Flüssigkeitsaufnahme, Urinabgabe und Veränderungen des Körpergewichts misst und aufzeichnet. Oftmals reicht dies jedoch nicht aus und es werden andere Diagnosemethoden wie Blutanalyse, Röntgenaufnahmen und Echokardiographien benötigt. Das führt häufig zu ineffizienten Therapien, längeren Krankenhausaufenthalten und damit zu unnötig hohen Kosten.

Der Volumenstatus eines Patienten ist außerhalb des Krankenhauses nur noch schwer zu überwachen, auch weil dafür aktuell keine geeigneten technischen Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Wenn Patienten Symptome aufweisen, die auf eine Störung des Flüssigkeitshaushalts zurückzuführen sind, wie z. B. Kurzatmigkeit oder Gewichtszunahme, ist es bereits zu spät – und die Patienten müssen umgehend stationär behandelt werden.

 

Lösungsansatz – Mobiles Monitoring des Flüssigkeitshaushalts

BOCAhealth ist das erste Medizinprodukt, das Ärzte und Krankenschwestern direkt am Patienten anwenden können, um Gefäßvolumen sowie die Herzleistung zu überwachen und den Hydratations- und Ernährungszustand leicht und zuverlässig beurteilen zu können.
Weitergehend besteht die Möglichkeit, die Technologie in Hämodialysegeräte zu integrieren.
Der Einsatz soll insbesondere in den Abteilungen Kardiologie, Nephrologie, Innere Medizin und auf der Intensivstation Vorteile bringen.


Der Ansatz

Kern des Produkts ist eine Software, die auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz basiert. Das System ist in der Lage, aus den Daten sämtlicher Nutzer kontinuierlich zu lernen und die Genauigkeit der Analyse fortlaufend zu verbessern. Auf dieser Basis sollen negative Entwicklungen im Zustand des Patienten genau und frühzeitig erkannt werden, damit Mediziner die angemessene Behandlung einleiten können – und dies sogar bei Patienten, deren Krankenhistorie noch nicht verfügbar ist.

 


app

 

Für die Entwicklung des BOCAhealth hat das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit viel Interesse potenzieller Anwender und Anerkennung aus der Fachwelt erfahren. Zum Ausdruck kommt dies nicht zuletzt in der Auswahl zur Teilnahme an den internationalen Accelerator-Programmen des Medizintechnik-Konzerns B. Braun, Startupbootcamp Digital Health und Innolabs. BOCAhealthcare wird von der Charité Universitätsmedizin und dem Spark Standford Programm in Berlin betreut und unterstützt.

 
 
 

Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 & Abs. 3 Vermögensanlagengesetz

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen. Die aescuvest GmbH übernimmt keine Garantie dafür, dass ausgewiesene Zinsen tatsächlich erzielt werden.

Mehr Informationen finden Sie unter Risikohinweise.

Vermögensanlagen-Informationsblatt

 

Unternehmens- und Kontaktdaten

BOCAhealthcare GmbH
Danziger Straße 100
10405 Berlin
Deutschland

E-Mail: info@boca-health.com
Website: www.boca-health.com

Handelsregisternummer: HRB-195535
Zuständiges Handelsregister: Amtsgericht Berlin (Charlottenburg)
Gründungsjahr: 2018
Geschäftsführer: Dr. Alessandro Faragli

Rendite-Rechner:

Die erwartete Wertsteigerung nach Jahren beträgt 3.522,14 bei einer Rendite in Höhe von 28,59 % p.a. und einem Gesamtrückfluss von 4.522,14.

Hinweis: Unser Investitionsrechner stellt eine unverbindliche Werbemitteilung dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot im Sinne der gesetzlichen Vorgaben dar.


*Die Umsatzbeteiligung von 0,60 % des jeweiligen Jahresumsatzes der BOCAhealth GmbH wird anteilig der individuellen Investmentquote berechnet und basiert auf einer realisierten Finanzierungssumme von 100.000 € (Finanzierungsschwelle). Die prozentuale Umsatzbeteiligung ändert sich entsprechend der tatsächlich eingeworbenen Finanzierungssumme. So beträgt die Umsatzbeteiligung maximal 3,00 %, wenn eine realisierte Finanzierungssumme (Finanzierungslimit) von 500.000 € als Basis angesetzt wird.
 
**Die Internet-Dienstleistungsplattform erhält eine vom Erfolg der Vermögensanlage abhängige Vergütung („Carried Interest“), wenn und sobald die Summe der von dem Emittenten an einen Anleger geleisteten Auszahlungen des Festzinses und der Erfolgsabhängigen Verzinsung insgesamt den Betrag des von dem jeweiligen Anleger geleisteten Anlagebetrages zzgl. einer Rendite von 10 % p.a. („Mindestrendite“) seit Einzahlung des jeweiligen Anlagebetrages erreicht hat („Hurdle“). Der Carried Interest beträgt 15 % der Erfolgsabhängigen Verzinsung nach Erreichen der Hurdle. Dies bedeutet, dass vor Erreichen der Hurdle die Erfolgsabhängige Verzinsung zu 100% den Anlegern und nach Erreichen der Hurdle die weitere Erfolgsabhängige Verzinsung zu 85 % den Anlegern und zu 15% der Internet-Dienstleistungsplattform zusteht. Bei dem Erreichen des Fundinglimits und dem prognostizieren Wertzuwachs (Multiple) für die Jahre 2020 - 2024 würde dies einer Minderung der Zielrendite um ca. 4,50 %-Punkte auf ca. 36,00 % p.a. bedeuten.

Exit-Beteiligung

Der Exit-Bonus wird anhand der virtuellen Beteiligungsquote bezogen auf eine Pre-Money-Bewertung von 2.800.000 € berechnet und ist abhängig von der realisierten Finanzierungssumme. Wird eine höhere Summe als die Finanzierungsschwelle eingeworben, so erhöht sich der Exit-Zins. Der Exit-Bonus beträgt so zwischen 3,45 % und 15,15 % vom Verkaufserlös, basierend auf einer realisierten Finanzierungssumme zwischen 100.000 € (Funding-Schwelle) und 500.000 € (Funding-Limit).

Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 & Abs. 3 VermAnlG:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Neuigkeiten

  • 13.10.2019 - Künstliche Intelligenz als Schlüsselkomponente des BOCAhealth-Systems


    BOCAhealthcare entwickelt eine Plattformlösung, die innovative Sensoren und Datenanalyse für das Flüssigkeitsmanagement von Patienten kombiniert. Dabei spielt der Einsatz Künstlicher Intelligenz eine entscheidende Rolle – welche beschreiben wir im folgenden Beitrag.

     
    BOCAhealthcare arbeitet bereits an verschiedenen Lösungen für die Überwachung von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und Herzinsuffizienz und in vielen weiteren Anwendungen der Künstlichen Intelligenz als medizinisches Unterstützungssystem im Gesundheitswesen.
     
    Was ist in diesem Zusammenhang unter Künstlicher Intelligenz zur verstehen? Eine große Menge an Daten wird mit vorgegebenen Algorithmen verarbeitet. Diese Analyse soll zu Vorhersagen, Empfehlungen oder Schlussfolgerungen führen, die den Ärzten bei ihren täglichen Aktivitäten Entscheidungsgrundlagen liefern. Der BOCAhealth lernt selbständig durch Maschinelles Lernen, indem sich wiederholende Muster und Gesetzmäßigkeiten der gewonnenen Daten durch bereits vorhandene Algorithmen ausgewertet werden.
     
    Durch den Einsatz modernster maschineller Lerntechniken wird BOCAhealth ein intelligentes System aufbauen, das in der Lage ist, durch die laufende Erhebung von Daten ihre Genauigkeit immer weiter zu verbessern. So können nicht nur aus der einzelnen Patientenhistorie, sondern auch aus den Erfahrungen der gesamten Patientenpopulation Trends genau erkannt werden. Selbst Patienten, deren Krankengeschichte noch nicht verfügbar ist, können so unmittelbar die passenden Maßnahme vorgeschlagen werden.
     
    Der Einsatz der künstlichen Intelligenz wird es ermöglichen, eine Korrelation zwischen Bioimpedanzdaten, hämodynamischen Parametern wie Blutdruck, Blutvolumen (durch die Analyse der zeitlichen Variation des Hämatokrits) und hämodialytischen Session-Parametern zu finden. Dies wird den Ärzten helfen, indem sie ein für die untersuchten Patienten spezifisches Risikovorhersagemodell und ein medizinisches Entscheidungsunterstützungssystem bereitstellen. Die Endergebnisse sind über das webbasierte Dashboard und die Smartphone App zugänglich.
     
     
     
     

  • 06.10.2019 - Die Vertriebsstrategie – Markteintritt in zwei Stufen geplant

    Quelle: Rawpixel - envato.com (bearbeitet)



    Neben dem medizinischen Nutzen spielt das Geschäftsmodell eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, ob ein Produkt erfolgreich in den Markt eingeführt werden kann. BOCAhealthcare setzt dabei auf zwei unterschiedliche Herangehensweisen: Eine partnerschaftliche Vertriebsstrategie mit MedTech-Unternehmen sowie einen direkten Vertriebsansatz.

     
    Go-to-market des BOCA 1.0 im Jahr 2020

    Unser Ziel ist es, im ersten Schritt BOCAhealth im Huckepack-Verfahren über Anbieter von Dialysemaschine anzubieten, die unsere Lösung in ihr Gerät integrieren.

    Laut unserer eigenen Markterhebung würden die 90% der befragten potenziellen Kunden in Kombination mit BOCAhealth-Lösungen mehr für ein Dialysegerät ausgeben. Wir peilen für den BOCAhealth als Add-on einen Preis von 1.000 € pro Gerät an. Zum Vergleich: Die Preise von Bioimpedanzgeräten, die heute als nicht-integrierte Lösungen für den intraklinischen Einsatz angeboten werden, liegen zwischen 5.000 und 15.000 € (Anbieter sind z. B. Akern, Fresenius, Omron, Inbody). Diese Maschinen sind nicht nur unhandlich, sondern liefern  gegen einen deutlich höheren Preis eine schlechtere Bedienbarkeit, bspw. müssen Messergebnisse manuell übertragen werden. Das Nutzen unserer Software planen wir als Abonnementmodell für weitere 1.000 € pro Jahr für die erste Version anzubieten.

    MedTech-Unternehmen könnten durch die Integration von BOCAhealth die Leistungen ihrer bestehenden Technologien und somit ihre Marktposition verbessern. Dadurch könnten die Anbieter mehr Dialysegeräte verkaufen und dies zu einem höheren Preis. BOCAhealthcare wird sich auf den europäischen, nordamerikanischen und japanischen Markt konzentrieren. Am Anfang stehen Deutschland und Italien,  die zu den fünf größten Dialyse-Märkten weltweit gehören. Innerhalb von fünf Jahren wollen wir unsere geographische Reichweite auf zwölf Länder erhöhen.
     
    Go-to-market des BOCA 2.0 im Jahr 2021

    Mit der zweiten Version des BOCAhealth wollen wir einen breiteren Markt adressieren und unser Produkt auch direkt an Ärzte, Kliniken und Dialyse-Zentren verkaufen. BOCA 2.0 wird über einen innovativen Algorithmus verfügen, der mit Machine Learning (KI) entwickelt wurde und in der Lage ist, intradialytische hypotensive Ereignisse vorherzusagen und eine therapeutische Anpassung vorzuschlagen, die die Entscheidung des Arztes während der Hämodialysebehandlung (HD) unterstützt. Das BOCAhealth-Gerät wird in der Lage sein, hypotensive Ereignisse im Voraus vorherzusagen, um so die Behandlung der HD-Patienten zu optimieren. Die Lösung wird in der Lage sein, mit dem Dialysegerät zu kommunizieren, um andere gewonnene Parameter zu nutzen, um seine Vorhersagekraft zu verbessern. Für die zweite Version mit medizinische Entscheidungshilfesystem, deren Einführung im Jahr 2021 geplant ist, soll die jährliche Gebühr für die Nutzung der Software auf 2.000 € verdoppelt werden.

     
     

  • 29.09.2019 - Im Interview: Dr. Henrik Wolff von B.Braun Avitum


    Dr. Henrik Wollf (re.) im Gespräch mit dem Team von BOCAhealthcare auf dem Patiententag der B.Braun AG

    Die B.Braun Melsungen AG ist eines der größten deutschen Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen. Das Familienunternehmen mit Sitz in Nordhessen hat seine Wurzeln in einer Apotheke. Seit 1839 haben sechs Generationen das Unternehmen zu einem globalen Konzern entwickelt, der in 64 Ländern auf allen Kontinenten vertreten ist und rd. 64.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen, das „Innovation“ als eine der wichtigsten Triebfedern nennt, erwirtschaftet heute einen Jahresumsatz von fast 7 Mrd. €. Relativ jung ist hingegen das Accelerator-Programm, das die Kooperation mit externen Start-ups fördern soll und 2017 gegründet wurde. BOCAhealthcare gehörte zu den ersten Unternehmen, die in dieses Programm aufgenommen wurden. Wir sprachen mit Dr. Henrik Wolff, Head of New Technologies Avitum, über die Zusammenarbeit im Rahmen des Accelerator-Programms.
     
    Dr. Henrik Wolff, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview nehmen. Könnten Sie bitte den Lesern zunächst kurz Ihre Rolle bei B.Braun erläutern?
    Sehr gerne, ich bin bei B. Braun Avitum in der Hauptsache für das Thema Innovation in Bereich Research zuständig und zudem für das Marketing unserer Dialysegeräte.

    Wir würden gerne von Ihnen wissen, welches aus Ihrer persönlichen Sicht die wichtigsten ungedeckten medizinischen Bedürfnisse, mit denen Patienten, Ärzte und Krankenschwestern im Bereich der Chronischen Nierenerkrankungen (CKD) und Hämodialysen täglich konfrontiert werden?
    Das Flüssigkeitsmanagement ist eines der wichtigsten Themen in der Dialyse. Die Patienten sammeln zwischen zwei aufeinanderfolgenden Dialyse-Sitzungen  zwei bis vier Liter Flüssigkeit im Körper an. Diese zusätzliche Flüssigkeit muss innerhalb einer Dialysebehandlung, die typischerweise vier Stunden dauert, wieder entfernt werden.
    So haben die Patienten mit zwei Belastungen zu kämpfen: Zum einen die Menge an zusätzlicher Flüssigkeit, die während der Dialysebehandlungen angesammelt wird, und zum anderen das kurze Intervall, in dem das zusätzliche Volumen wieder entfernt wird. Die Herausforderung besteht darin, die Zielmenge an Flüssigkeit zu identifizieren, die während einer Behandlung entfernt werden soll, und gleichzeitig eine intradialytische Hypotonie zu verhindern.

    Sie waren Mentor des Teams BOCAhealth während des B.Braun Accelerator Programms, worum ging es bei diesem  Programm und was ist Ihre Rolle?
    Der Schwerpunkt des Programms liegt auf innovativen Lösungen und Produkten im Bereich der ambulanten und häuslichen Pflege sowie in anderen Geschäftsfeldern des Gesamtkonzerns B. Braun unter Berücksichtigung des gesamten Patientenpfades. Meine persönliche Aufgabe war es, das Start-up zu coachen, das für den Bereich der chronischen Nierenerkrankungen ausgewählt wurde, also für BOCAhealth.

    Wie schätzen Sie unser Team ein? Was hat Ihnen besonders gefallen? Und welche Aspekte des BOCAhealth-Systems halten Sie für entscheidend, damit es am Markt erfolgreich werden kann?
    Das Team verfügt über alle technischen Fähigkeiten und umfassende klinische Expertise, um ein Bioimpedanzgerät zu entwickeln, das das Flüssigkeitsmanagement der Patienten unterstützt. Die Besonderheit des Ansatzes von BOCAhealth besteht darin, dass es sich quasi um eine miniaturisierte Version einer bereits bestehenden und bewährten Technologie handelt. Die Benutzeroberfläche wird so vereinfacht, dass die Patienten selbst die vom System bereitgestellten Informationen leicht verstehen können.
     
    Was halten Sie von dem Produkt BOCAhealth, wie kann es für das Management von Hämodialyse-Patienten nützlich sein?
    BOCAhealth kann Patienten unterstützen, die Schwierigkeiten haben, die vorgeschriebene Flüssigkeitsaufnahme einzuhalten. Es kann so im Rahmen der Hämodialyse eingesetzt werden, um die medizinischen Entscheidungen zu unterstützen, z. B. zu welchem Zeitpunkt die Körperflüssigkeiten entfernt werden sollen.

    Und zum Abschluss die Frage, weshalb ein großer Konzern, vom Maßstab eines Unternehmens  B. Braun, interessante Start-up unterstützen sollte?
    Kooperations- und Partnerschaftsmodelle sind ein sehr effizienter Weg, um die Geschwindigkeit von Start-up-Unternehmen zu unterstützen, was letztendlich für beide Seiten von Vorteil ist.

    Dr. Henrik Wolff, noch einmal herzlichen Dank für das Gespräch.
     

  • 22.09.2019 - Milliardenmarkt Hydrationsprobleme: Diese Patientengruppen bedient BOCAhealth

    Quelle: Gajus-Images - envato.com

    Mehr als 500.000 Menschen pro Jahr werden in den USA mit einem Hydratationsproblem als Hauptursache ins Krankenhaus eingeliefert. Die Krux dabei: Laut Schätzungen entstehen aufgrund von vermeidbaren Krankenhauseinweisungen wegen Dehydrierung jährlich Kosten von über 1 Milliarde US-Dollar. Die Wurzel des Übels liegt dabei in den mangelhaften Möglichkeiten zur richtigen Einschätzung des Hydrationsstatus.

    Störungen des Körperflüssigkeitshaushalts sind in vielen klinischen Situationen ein häufig auftretendes Problem, insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder chronischen Nierenerkrankungen (CKD), aber auch ganz allgemein bei älteren Patienten. Es wird geschätzt, dass 50 % der Patienten, die aufgrund von Hydratationsstörungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, mit ungelösten Flüssigkeitsproblem wieder entlassen werden. Und das schlichtweg, weil der tatsächliche Zustand des Patienten nicht richtig eingeschätzt wird.

    Eine nicht-invasive und genaue Methode, die eine effektive Überwachung des Hydratationsstatus solcher Patienten ermöglicht, fehlt derzeit. Schätzungsweise 800 Millionen Menschen auf der Welt leben mit einer chronischen Nierenerkrankung im Stadium 1 bis 51 und 26 Millionen Menschen mit einer Herzinsuffizienz. Im ersten Schritt fokussieren wir uns auf Hämodialyse-Patienten als Zielgruppe, da sie ein besonders hohes Risiko für Hydratations- und Ernährungsstörungen aufweisen.
    Der tatsächlich adressierbare Markt (SAM) umfasst hierbei die weltweit 3,2 Millionen Dialyse-Patienten mit einem geschätzten Volumen von 640 Millionen €. Der realistischerweise von uns bedienbare Markt (SOM) in dieser Zielgruppe ist jener der europäischen und nordamerikanischen Hämodialyse-Patienten. Dieser umfasst knapp 1 Million Patienten, die sich auf 430.000 Patienten in Europa und 470.000 in den USA verteilen. Das geschätzte Marktvolumen liegt bei 180 Millionen €.
    Innerhalb Europas verfügen wir über die höchste Expertise auf dem deutschen (80.000 Patienten) und dem italienischen Markt (45.000 Patienten), so dass diese an erster Stelle bearbeitet werden. Europa hält derzeit einen Marktanteil von rund 25 % im globalen CKD- und Dialysemarkt. Der europäische Markt für Dialysegeräte wird aktuell auf ca. 16,2 Milliarden € geschätzt und soll bis 2025 27 Milliarden € erreichen2. Innerhalb des Marktes für kardiovaskuläre Geräte hält Europa 20 % Marktanteil. Der europäische Markt für kardiovaskuläre Geräte wird derzeit im auf über 7 Milliarden € geschätzt und soll bis 2026 auf 12,5 Milliarden € wachsen3.

    Vertrieb über starke Partner

    Da BOCAhealth durch die Schnittstellenfähigkeit des Systems unkompliziert in bereits vorhandene medizinische Geräte integriert werden kann, soll der Vertrieb über MedTech Konzerne als Paket in Kombination mit dem bereits vorhandenen Angebot für die Zielgruppen erfolgen. Somit kann zum einen vermieden werden, die vorhandenen Maschinen komplett auszutauschen, was nicht zuletzt aus Kostengründen wenig erstrebenswert für unsere potenziellen Abnehmer wäre. Zum anderen bietet sich den Distributoren die Möglichkeit, ihren Kunden eine Gesamtlösung durch ein und denselben Lieferanten anzubieten. Wir befinden uns bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit potenziellen Distributionspartnern, um unsere Strategie umzusetzen.
    In einer 2018 von uns durchgeführten Marktvalidierung, bei der wir 50 Interviews in verschiedenen Krankenhäusern und Dialysezentren durchgeführt haben, zeigten 100 % der Betreiber der jeweiligen Einrichtungen Interesse am Kauf des BOCAhealth-Systems, darunter ca. 90 % mit der Bereitschaft, mehr als üblich für ein Dialysegerät zu bezahlen, das bereits mit BOCAhealth kombiniert ist.


    1 “Global Facts: About Kidney Disease.” The National Kidney Foundation, 11 Mar. 2015, www.kidney.org/kidneydisease/global-facts-about-kidney-disease sowie Hill NR, Fatoba ST, Oke JL, Hirst JA, O’Callaghan CA, Lasserson DS, et al. (2016) Global Prevalence of Chronic Kidney Disease – A Systematic Review and Meta-Analysis. PLoS ONE 11(7): e0158765. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0158765

  • 08.09.2019 - Das erste mobile, hochpräzise Messgerät für den Flüssigkeitshaushalt



    In Bezug auf den Flüssigkeitshaushalt gleicht der menschliche Körper dem pflanzlichen Organismus. Jeder von uns kennt die Situation, wenn im Hochsommer die Pflanzen im heimischen Garten in der Mittagshitze scheinbar von der einen auf die andere Sekunde erschlaffen. Diese Reaktion der Pflanzen ist für uns sofort sichtbar – wir reagieren auf den akuten Wassermangel, indem wir die Pflanzen gießen. Bei uns Menschen sind Wassermangel bzw. -überschuss visuell schwer erkennbar, weswegen wir auf technische Unterstützung angewiesen sind. Für genaue Messungen sind wir bislang auf komplexe Maschinen angewiesen, die nur im klinischen Umfeld zu finden sind. BOCAhealth will hier Abhilfe schaffen und das Body Fluid Management auch im Home Monitoring alltagstauglich machen.


    Egal ob es sich um Patienten mit Herzinsuffizienzen, chronischen Nierenerkrankungen, ältere Menschen oder etwa Schwangere handelt, die Überwachung des Hydratationsparameters ist für jeden dieser Menschen von großer Bedeutung, weil ein Flüssigkeitsmangel- oder Überschuss umgehend lebensbedrohlich sein kann. Umso gravierender wiegt der Fakt, dass die Überwachung dieses Parameters außerhalb des Krankenhauses extrem schwierig ist. Zwar bietet der Markt aktuell bereits zahlreihe mobile Lösungen für solche Messungen an, etwa Smartwatches oder bioimpedante Gewichtswaagen, doch haben all diese gemein, dass sie in Bezug auf ihre Messgenauigkeit lediglich im Fitnessbereich nützliche Angaben liefern. Ein medizinischer Mehrwert ist hingegen kaum vorhanden. Auch kostspielige invasive Produkte stellen für die wenigsten Patienten eine valide Lösung dar.

    Mobiles, hochpräzises Gerät soll Marktlücke schließen
    Wir von BOCAhealthcare haben diese Nische erkannt und den BOCAhealth entwickelt – ein tragbares Gerät, das sowohl für den Klinik- als auch den Heimgebrauch vorgesehen ist und Analysewerte vergleichbar mit den stationären Benchmark Produkten im Body Fluid Management liefern soll. BOCAhealth soll die Lebensqualität für die oben beschriebenen Patientengruppen verbessern, indem bedrohliche Körperflüssigkeitsstörungen frühzeitig erkannt werden und somit überflüssige Krankenhausaufenthalte erspart bleiben.

    Darüber hinaus bietet die Kombination aus Hardware und einer auf dem Einsatz von künstlicher Intelligenz basierenden Software die Möglichkeit, die Messergebnisse aus dem Home Monitoring direkt von dem behandelnden Arzt überprüfen zu lassen. Dieser hat dann sofort die Möglichkeit, Therapiemaßnahmen entsprechend des aktuellen Zustands des Patienten einzuleiten bzw. anzupassen. Mit diesem Ansatz blicken wir in die unmittelbare Zukunft und sind für die kommenden Trends in der Telemedizin gewappnet.

    Als Investor haben Sie die Möglichkeit, bereits ab einem Betrag von 100 € in die Kampagne der BOCAhealthcare GmbH zu investieren. Anleger können an der Unternehmensentwicklung durch Beteiligung an Umsatz und Wertzuwachs partizipieren. Noch bis zum 15.09. haben Sie zudem die Chance, als Early-Bird-Investor von einem auf 2,00 Prozent p.a. erhöhten Basiszins zu profitieren.
     

  • 01.09.2019 - Die Innovation im Body Fluid Management



    Der Körper des Menschen besteht zu rd. 65 Prozent aus Wasser. Ein bisschen mehr oder weniger ist für einen gesunden Menschen kein Problem. Aber einem kranken Menschen können geringe Abweichungen im Flüssigkeitshaushalt des Körpers stark schaden. Dehydrierung oder Wassereinlagerungen können insbesondere bei Herzinsuffizienzen und chronischen Nierenerkrankungen, den weltweit zusammengenommen häufigsten Ursachen von Krankenhausaufenthalten, lebensbedrohlich sein. Das Problem ist, dass bislang keine einfachen und zuverlässigen Methoden zur Messung des Flüssigkeitshaushalts bestehen. BOCAhealth setzt genau hier an und hat die Ambition, der neue Standard im Body Fluid Management werden.


    Heute wird etwa jeder vierte betroffene Patient wegen eines Dekompensationsereignisses innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Entlassung erneut ins Krankenhaus eingewiesen. Die Hauptursache dafür wurde in der Störung des Körperflüssigkeitshaushalts ausgemacht.

    Die Lösung zum oben beschriebenen Problem haben wir auf den Namen BOCAhealth getauft: body composition analyzer and assistant. Die von uns entwickelte Lösung besteht aus einem tragbaren Gerät zur Messung der Körperzusammensetzung und einer Software, die über eine Smartphone-Anwendung miteinander verbunden sind. Das Gerät kann entweder während des Krankenhausaufenthalts durch das medizinische Fachpersonal am Patienten angelegt werden oder aufgrund seiner Anwenderfreundlichkeit auch direkt von zu Hause aus durch den Patienten selbst oder Angehörige bedient werden.

    Messung von Trends durch Maschinelles Lernen
    Kern der Innovation von BOCAhealth ist die Software, die auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz basiert. Das System ist in der Lage, aus sämtlichen Nutzerdaten kontinuierlich zu lernen und die Genauigkeit der Analyse fortlaufend zu verbessern. Auf dieser Basis sollen Trends zu negativen Entwicklungen des Zustands des Patienten genau und frühzeitig erkannt werden, damit die behandelnden Ärzte eine angemessene Behandlung einleiten können – und dies sogar bei Patienten, deren Krankenhistorie noch nicht verfügbar ist.

    Mit diesem datengetriebenen Ansatz will BOCAhealth einerseits die Lebensqualität der Patienten verbessern, indem überflüssige Krankenhausaufenthalte erspart bleiben, und andererseits die Arbeit des medizinischen Fachpersonals im Krankenhaus effizienter gestalten. Damit sollen auch Kosteneinsparungen erwirkt werden.
    Über die Finanzierungskampagne auf aescuvest.de soll eine Zielsumme von 150.000 € eingeworben werden, damit die nächsten Schritte vor dem Markteintritt gestartet werden können: dies sind die technische Fertigstellung des marktreifen Produkts sowie die CE-Zertifizierung.

    Als Investor haben Sie die Möglichkeit, bereits ab einem Betrag von 100 € in die Kampagne der BOCAhealthcare GmbH zu investieren. Anleger können an der Unternehmensentwicklung durch Beteiligung an Umsatz und Wertzuwachs partzipieren. Zudem wird ein Festzins von 1,00 Prozent auf den Anlagebetrag gezahlt. Dieser erhöht sich auf 2,00 Prozent für die Investoren, die bis zum 15.09. zeichnen.



     

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