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Auf die Zinsen können die Versicherungen keinen Einfluss nehmen. Die Neuverträge werden kaum zunehmen, wenn die Beiträge nicht attraktiv sind. Wenn die Privaten Krankenkassen (PKV) etwas an der seit Jahren andauernden Krise ihrer Branche ändern wollen, dann ist der Ansatz bei den Kosten nicht der Schlechteste. Auch diese können sie zwar nicht direkt beeinflussen, aber sie könnten einen Beitrag, in dem sie diejenigen unterstützen, die etwas dagegen unternehmen wollen – junge, innovative Unternehmer.

heal capital will Kapital und zügigen Marktzugang bieten

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat deshalb nun einen eigenen Venture-Capital-Fonds aufgelegt: heal capital. Er soll jungen Unternehmen, die digitale Innovationen für die Gesundheitsversorgung entwickeln Wachstumskapital zu Verfügung stellen.

Innerhalb weniger Wochen sei es gelungen, bei den beteiligten PKV-Unternehmen schon über 80 Mio. € für den Fonds zu mobilisieren, berichtete der Verband in dieser Woche. Das Gesamtvolumen des Fonds soll 100 Mio.€ betragen. Mit ihren Beteiligungen wollen die PKV die Qualität der medizinischen Versorgung und die Digitalisierung vorantreiben, etwa bei digitalen Gesundheitsanwendungen, Telemedizin, digitaler Prävention oder Digitalisierung der Pflege. „Wir wollen dazu beitragen, dass digitale Innovationen schneller in der Versorgung ankommen“, so der Verband.

Der Fonds bietet für Start-ups einen weiteren, wichtigen Mehrwert: die Beschleunigung beim Markteintritt neuer Angebote, weil die PKV weniger Genehmigungsvorbehalte als die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) haben. So können die PKV ihren Beteiligungen einerseits Wettbewerbsvorteile verschaffen, aber auch dem gesamten Gesundheitssystem dienen. Denn höhere Effizienz und niedrigere Kosten sind häufig schlagende Argumente für digitale Innovationen, wie bspw. bei aescuvest-Investmentangeboten à la BOCAhealth, moio.care oder in Kürze Emperra. Niedriger Kosten ermöglichen wiederum günstigere Versicherungsbeiträge, womit den PKV gleich doppelt geholfen wäre.

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