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Störungen des Körperflüssigkeitshaushalts sind in vielen klinischen Situationen ein häufig auftretendes Problem, insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder chronischen Nierenerkrankungen (CKD), aber auch ganz allgemein bei älteren Patienten. Es wird geschätzt, dass 50 % der Patienten, die aufgrund von Hydratationsstörungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, mit ungelösten Flüssigkeitsproblem wieder entlassen werden. Und das schlichtweg, weil der tatsächliche Zustand des Patienten nicht richtig eingeschätzt wird.

Eine nicht-invasive und genaue Methode, die eine effektive Überwachung des Hydratationsstatus solcher Patienten ermöglicht, fehlt derzeit. Schätzungsweise 800 Millionen Menschen auf der Welt leben mit einer chronischen Nierenerkrankung im Stadium 1 bis 51 und 26 Millionen Menschen mit einer Herzinsuffizienz. Im ersten Schritt fokussieren wir uns auf Hämodialyse-Patienten als Zielgruppe, da sie ein besonders hohes Risiko für Hydratations- und Ernährungsstörungen aufweisen.
Der tatsächlich adressierbare Markt (SAM) umfasst hierbei die weltweit 3,2 Millionen Dialyse-Patienten mit einem geschätzten Volumen von 640 Millionen €. Der realistischerweise von uns bedienbare Markt (SOM) in dieser Zielgruppe ist jener der europäischen und nordamerikanischen Hämodialyse-Patienten. Dieser umfasst knapp 1 Million Patienten, die sich auf 430.000 Patienten in Europa und 470.000 in den USA verteilen. Das geschätzte Marktvolumen liegt bei 180 Millionen €.
Innerhalb Europas verfügen wir über die höchste Expertise auf dem deutschen (80.000 Patienten) und dem italienischen Markt (45.000 Patienten), so dass diese an erster Stelle bearbeitet werden. Europa hält derzeit einen Marktanteil von rund 25 % im globalen CKD- und Dialysemarkt. Der europäische Markt für Dialysegeräte wird aktuell auf ca. 16,2 Milliarden € geschätzt und soll bis 2025 27 Milliarden € erreichen2. Innerhalb des Marktes für kardiovaskuläre Geräte hält Europa 20 % Marktanteil. Der europäische Markt für kardiovaskuläre Geräte wird derzeit im auf über 7 Milliarden € geschätzt und soll bis 2026 auf 12,5 Milliarden € wachsen3.

Vertrieb über starke Partner

Da BOCAhealth durch die Schnittstellenfähigkeit des Systems unkompliziert in bereits vorhandene medizinische Geräte integriert werden kann, soll der Vertrieb über MedTech Konzerne als Paket in Kombination mit dem bereits vorhandenen Angebot für die Zielgruppen erfolgen. Somit kann zum einen vermieden werden, die vorhandenen Maschinen komplett auszutauschen, was nicht zuletzt aus Kostengründen wenig erstrebenswert für unsere potenziellen Abnehmer wäre. Zum anderen bietet sich den Distributoren die Möglichkeit, ihren Kunden eine Gesamtlösung durch ein und denselben Lieferanten anzubieten. Wir befinden uns bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit potenziellen Distributionspartnern, um unsere Strategie umzusetzen.
In einer 2018 von uns durchgeführten Marktvalidierung, bei der wir 50 Interviews in verschiedenen Krankenhäusern und Dialysezentren durchgeführt haben, zeigten 100 % der Betreiber der jeweiligen Einrichtungen Interesse am Kauf des BOCAhealth-Systems, darunter ca. 90 % mit der Bereitschaft, mehr als üblich für ein Dialysegerät zu bezahlen, das bereits mit BOCAhealth kombiniert ist.


1 “Global Facts: About Kidney Disease.” The National Kidney Foundation, 11 Mar. 2015, www.kidney.org/kidneydisease/global-facts-about-kidney-disease sowie Hill NR, Fatoba ST, Oke JL, Hirst JA, O’Callaghan CA, Lasserson DS, et al. (2016) Global Prevalence of Chronic Kidney Disease – A Systematic Review and Meta-Analysis. PLoS ONE 11(7): e0158765. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0158765
Bildquelle: Gajus-Images – envato.com

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