Currently set to Index
Currently set to Follow

Ursache für einen Schlaganfall können nicht beeinflussbare und beeinflussbare Risikofaktoren sein. Wichtige Risikofaktoren sind beeinflussbar, zum Beispiel Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, Alkoholkonsum oder Rauchen. Laut Einschätzung der Deutschen Schlaganfallhilfe wären bei entsprechender Vorsorge 70 % der Schlaganfälle vermeidbar.

Die Zahl der Schlaganfälle in Europa wird innerhalb von 20 Jahren um 34 % steigen

Rund 270.000 neue Fälle gibt es jedes Jahr allein in Deutschland, Schlaganfallpatienten sind somit zahlenmäßig die wichtigste Zielgruppe für den Adiuvad. In ganz Europa sind es rd. 600.000 – bis zum Jahr 2035 sagen Experten ein Zuwachs auf über 820.000 Fälle im Jahr voraus[1]. Aufgrund unterschiedlicher demografischer Prognosen wird die Veränderung von 2 % in Litauen bis 78 % in Luxemburg variieren.  Mit dem allgemein verbesserten Überleben nach einem Schlaganfall wird dies zu einem signifikanten Anstieg der Zahl der Menschen führen, die mit Schlaganfall als chronischer Erkrankung leben, von 3,7 Millionen im Jahr 2015 auf 4,6 Millionen im Jahr 2035, einem Anstieg von fast einer Million oder 25 % in der gesamten EU.

So dürften die geschätzten Gesamtkosten des Schlaganfalls in der EU (Gesundheits- und Nicht-Gesundheitskosten) von schätzungsweise 45 Mrd. € im Jahr 2015 deutlich steigen, auch aufgrund seit 20 Jahren stetig steigender Überlebensraten.

Die Lebensqualität nach einem Schlaganfall hängt im Wesentlichen vom schnellen Erkennen sowie der Qualität der Akutbehandlung und der Rehabilitation ab

Die Auswirkungen eines Schlaganfalls sind weit mehr als nur ökonomisch. Überlebende leiden häufig an einer Langzeitbehinderung, einschließlich Problemen bei der Mobilität, Sehvermögen, Sprache, Gedächtnis, Persönlichkeitsveränderungen, Müdigkeit und Depression. Schlaganfall-Unterstützungsorganisationen hören oft von den Belastungen, denen Überlebende von Schlaganfällen ausgesetzt sind, einschließlich sozialer Isolation, Familienzusammenbruch, finanziellen Schwierigkeiten und Unfähigkeit, Hilfe zu erhalten.

„Das Leben nach einem Schlaganfall ist anders, muss aber nicht unbedingt schlechter sein“, zitiert eine Studie des King’s College London eine 50jährige Patientin. Die Wissenschaftler fordern in ihren Empfehlungen an europäische Gesundheitspolitiker: „Wir brauchen einen grundlegenden Wandel in der Rehabilitation und langfristigen Unterstützung von Schlaganfallüberlebenden und ihren Familien. Alle Schlaganfallüberlebenden sollten eine frühzeitige Beurteilung für die Rehabilitation im Krankenhaus erhalten und eine Therapie auf einem angemessenen Niveau sowohl im Krankenhaus als auch nach der Entlassung erhalten.“ Zu häufig scheitere dies an mangelnden Budgets und vor allem zu geringen Kapazitäten. Als Schlüssel dafür wird unter anderem die Betreuung im häuslichen Umfeld gesehen. Vor diesem Hintergrund adressiert der Adiuvad genau den Bedarf nach einem effizienten, kostengünstigen und im häuslichen Umfeld einsetzbaren Hilfsmittel.

Der 10. Mai ist bundesweiter „Tag gegen den Schlaganfall“. Kliniken und Selbsthilfegruppen aus dem Netzwerk der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bieten daher zwischen Mitte April und Mitte Mai zahlreiche Infoveranstaltungen an. Für weitere Informationen empfehlen wir die Webseite der Stiftung.

 


[1] s. The Burden of Stroke in Europe; King’s College London for the Stroke Alliance of Europe (SAFE)

Bildquelle: King’s College London – The Stroke Alliance for Europe (SAFE)

Kostenlosen Newsletter abonnieren

Bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten Investmentchancen und Neuigkeiten bei Aescuvest